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Kompromissvorschlag in den Verhandlungen mit dem Internationalen Bund

26.01.2017

In den Verhandlungen über einen konzernweiten Entgelttarifvertrag beim Internationalen Bund hat die Verhandlungskommission den Arbeitgebern einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Die Kernforderung nur eines Tarifvertrages bleibt bestehen.

Bei den Tarifverhandlungen über einen konzernweiten Entgelttarifvertrag beim Internationalen Bund liegen die Positionen nach wie vor weit auseinander: Während die Arbeitgeber sechs Tarifverträge wollen, bestehen die GEW und ver.di auf einem Tarifvertrag inklusive Regelungen zu Weihnachts- und Urlaubsgeld. Um die Verhandlungen, die im Januar wieder aufgenommen wurden, 2017 zu Ende zu bringen, präsentierten die Gewerkschaften einen Kompromissvorschlag, zu dem die Arbeitgeber bis zur nächsten Tarifrunde im März Rückmeldung geben wollen.

Der Vorschlag sieht vor:  

  • Es gibt einen Tarifvertrag für alle Organisationseinheiten. Dieser enthält eine Basisentgelttabelle, die für alle Organisationseinheiten gilt. Die Basistabelle soll ein Niveau von über 90 Prozent der Entgelttabelle des TVöD haben.
  • Der Tarifvertrag und die Basisentgelttabelle sind nur insgesamt durch alle Organisationseinheiten des IB kündbar.
  • Zusätzlich können für die Organisationseinheiten Entgelttabellen oberhalb der Basistabelle vereinbart werden. Diese können jeweils auch für die jeweiligen Organisationseinheiten kündbar gestellt beziehunhsweise separat verhandelt werden.

Zuvor waren die Verhandlungen für vier Monate unterbrochen worden, weil die Arbeitgeber nicht für Kolleginnen und Kollegen in SGB II und III Maßnahmen verhandeln wollten. Umstritten ist weiter die Struktur des Vertrages: Während die IB-Vertreter wegen regionaler und finanzieller Unterschiede sechs Tarifverträge mit verschiedenen Entgelten verlangen, lehnen die Gewerkschaften dies ab. Tarifverträge seien dann künftig eigenständig kündbar, und die Arbeitsbedingungen könnten sich in den jeweiligen Gesellschaften eigenständig entwickeln.

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