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KMK-Digitalstrategie um Weiterbildung ergänzt

Die Kultusministerkonferenz hat ihre Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ um das Thema Weiterbildung ergänzt. Offen bleibe, wie die digitale Transformation der Erwachsenenbildung finanziert werden solle, kritisiert die GEW.

Foto: Pixabay / CC0

Zum Jahresende 2017 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre im Jahr 2016 beschlossene Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ um einen Abschnitt zur Weiterbildung erweitert. Mit Blick auf digitale Lernsettings sei die Kooperation der Institutionen und Akteure in der Weiterbildung anzustreben, heißt es darin etwa. Zudem werden Gelingensbedingungen für das digital gestützte Lernen und Lehren beschrieben, bevor klare Vorgaben für die Infrastruktur in Form von Netzwerken und Endgeräten, Lernplattformen und Clouds benannt werden. Darüber hinaus fordert die KMK Maßnahmen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit.

Die GEW-Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung begrüßte, dass die KMK in ihrer Strategie auch den Weiterbildungssektor aufnehme, vermisst jedoch klar zu benennende Mindeststandards für die Qualifizierung und adäquate Beschäftigung des Personals. Außerdem umgehe die KMK die entscheidende Frage, nämlich wie die digitale Transformation der Erwachsenenbildung finanziert werden solle. Die Erwachsenenbildung für digitale Lernwelten auszustatten, könne nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung des Bundes ermöglicht werden. „Ohne eine auskömmliche Absicherung mit den erforderlichen Ressourcen bleibt die Erklärung zur Weiterbildung in der digitalen Welt eine Absichtsbekundung“, kritisiert die Bundesfachgruppe.

Weitere Themen im Infoblatt Weiterbildung im Januar 2018:

  • Mindestlohn Weiterbildung allgemeinverbindlich
  • Bundesregierung beschließt „Vergabemindestlohn“ – Schlupfloch zur Umgehung des Mindestlohns nach langjähriger GEW-Forderung geschlossen
  • GKV-Beiträge für Selbständige rückwirkend nach tatsächlichen Einnahmen