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GEW Hamburg fordert A13 für alle Lehrämter

16.11.2015

Trotz gleich langer Ausbildung werden Lehrkräfte an Grundschulen und in einigen Schularten der Sekundarstufe 1 immer noch eine Besoldungsstufe niedriger bezahlt als die übrigen Lehrkräfte. „Das muss endlich ein Ende haben", fordert die GEW im Norden.

„Die GEW erwartet von den Behörden, die Chance für eine gerechte und gleiche Besoldung nach A 13 auf Grundlage der Gleichwertigkeit der Ausbildung zu nutzen. Gleichlange Ausbildung und gleichlanger Vorbereitungsdienst müssen als logische Konsequenz eine gleiche Eingangsbesoldung nach A 13 für alle Lehrämter nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund ist eine Schlechterstellung der Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe 1 durch eine Besoldung nach A 12 nicht mehr hinnehmbar“,  kommentierte die Landesvorsitzende Anja Bensinger-Stolze die Diskussionen über eine Reform der LehrerInnenausbildung in Hamburg.

Bisher gab es in der Hansestadt vier Lehramtsstudiengänge: Gymnasien, Sonderschulen, Berufsschulen sowie Grund-, Haupt- und Realschulen (GHR). Von der Schulbehörde wird nun geplant, den bisherigen Studiengang für GHR in zwei Studiengänge aufzuspalten: einen für Grundschulen und einen für Stadtteilschulen.

Dies sieht die GEW Hamburg kritisch: „Als Gewerkschaft, die eine Schule für alle fordert, sind wir gegen eine weitere Aufspaltung der Lehramtsausbildung. Im Hamburger 'Zwei-Säulen-Modell' aus Stadtteilschulen und Gymnasien führen beide Wege zum Abitur, daher braucht es keine getrennte Ausbildung“, urteilte Bensinger-Stolze.

So hatte es bereits 2012 in Berlin eine Expertenkommission Lehrerbildung unter Pisa-Forscher Jürgen Baumert vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung empfohlen. In Bremen und Schleswig-Holstein wurde ebenfalls, statt die Ausbildung zu trennen, das Sekundarschullehreramt für beide Schulformen geschaffen.

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