Zweite GEW-Befragung Schulsozialarbeit

Nach 2004 hat die GEW im Jahr 2008 wieder eine Befragung aller Fachbereiche für Soziale Arbeit zur Ausbildungssituation von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durchgeführt. Die erstaunlichen Ergebnisse liegen nun vor.

Seit in den 70er Jahren Schulsozialarbeit als Arbeitsfeld von Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen erstmals an Gesamtschulen eingerichtet wurde, hat sich eine Menge getan. Der Arbeitsbereich wurde auf alle Schulformen ausgeweitet. Der pädagogische Auftrag umfasst sowohl zielgruppenspezifische Angebote der Sozialen Arbeit und allgemeine freizeitpädagogische Maßnahmen als auch Beratung und Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern.
Bereits im Jahr 2004 befragten Sarah Holze und Bernhard Eibeck 35 Hochschulen zur Ausbildungssituation in diesem Berufsfeld. Die Ergebnisse waren überraschend positiv.
Seit der ersten Befragung im Jahr 2004 hat sich an den Hochschulen viel getan. Durch den Bologna-Prozess wurden die meisten Studiengänge mittlerweile modularisiert. Bachelor- und Masterstudiengänge mit neuen Schwerpunkten entstehen und auch die Stellensituation ist heute anders als noch 2004.

„Schulsozialarbeit braucht Professionalität durch Hochschulausbildung“ lautete 2004 noch eine Forderung des Kooperationsverbundes Schulsozialarbeit. Ergebnis der ersten Befragung war, dass diese Professionalität bereits in vielen Aspekten der Ausbildung bemerkbar war. Daher stellte sich die Frage, ob überhaupt und mit welcher Geschwindigkeit eine weitere Professionalisierung stattfindet.

So wurde der Fragebogen aus 2004 von Björn Köhler und Bernhard Eibeck angepasst, sinnvoll um die Bereiche "Forschung" und "Professionsentwicklung" erweitert und im Sommer 2008 an alle 70 der GEW bekannten Fachbereiche für Soziale Arbeit verschickt. Der Rücklauf war mit 64 Prozent sehr gut und auch in der Fachwelt herrscht großes Interesse an den Ergebnissen, welche die GEW im Januar 2009 veröffentlicht hat. Auch diesmal waren die Ergebnisse positiv: Die Hochschulen haben ihr Angebot an Veranstaltungen zur Schulsozialarbeit weiter ausgebaut und ihre Kooperationen in diesem Bereich intensiviert. Fast alle Studierenden haben die Möglichkeit, praktische Erfahrungen, z.B. in Praktika, zu sammeln. Keine Bewegung hat es bei der akademischen Weiterbildung gegeben: Hier gibt es wie bereits 2004 lediglich vereinzelte Angebote zur Weiterbildung.
Eibeck und Köhler haben diese neuen Ergebnisse mit denen aus 2004 verglichen und dabei auch die aktuelle politische Situation nicht unberücksichtigt gelassen. So ist ein interessanter Bericht entstanden, der neben den konkreten Ergebnissen und Zahlen auch realistische Forderungen enthält. Zusätzlich liefern sie in einer nicht-öffentlichen Version Anregungen zur Diskussion innerhalb der GEW.

Beide Berichte können gegen Erstattung der Portokosten über E-Mail-Adresse in gedruckter Form angefordert werden.

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