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WS 6 - Kinderarbeit weltweit

Kinderarbeit weltweit - (K)ein Problem für uns?!

Situation
Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO arbeiten weltweit mehr als 300 Millionen Kinder (und Jugendliche) zwischen 5 und 17 Jahren unter oft unmenschlichen und ausbeuterischen Bedingungen – in der Landwirtschaft, auf Plantagen, im Bergbau, in Steinbrüchen, in der Gastronomie.
Bittere Armut, gesellschaftliche Abhängigkeit und fehlende Bildungsmöglichkeiten sind die Voraussetzungen dafür, dass Kinderarbeit trotz der seit Jahren bestehenden internationalen Übereinkommen zum Schutz von Kindern und trotz vieler Projekte, Kampagnen und Initiativen gegen Ausbeutung weiterhin existiert (und in der globalen Krise wahrscheinlich anwächst).

TeilnehmerInnen
Der Workshop wendet sich an Mitglieder und FunktionsträgerInnen der GEW, die sich über Kinderarbeit und Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation der betroffenen Kinder informieren wollen. Sehr willkommen sind auch KollegInnen, die sich im Kampf gegen Kinderarbeit engagieren wollen oder bereits Erfahrungen in diesem Feld internationaler Solidarität gemacht haben.

Fragen
Wir werden im Workshop die grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit Kinderarbeit behandeln:
- Warum und unter welchen Bedingungen arbeiten Kinder und Jugendliche?
- Wem nutzt ihre Arbeit?
- Was muss und was kann getan werden, um sie vor
Ausbeutung zu schützen?
- Wie kann Bildung für sie verwirklicht werden?
- Wie können ihre Interessen berücksichtigt und ihre
Beteiligung hergestellt werden?

Positionen
In der Debatte um Kinderarbeit sind aktuell zwei sich gegenüber stehende Positionen erkennbar:

- Zum einen werden die Ächtung und das Verbot von Kinderarbeit und die weltweite Durchsetzung des Rechtes auf Schulbildung gefordert.

- Zum anderen werden, ausgehend von der faktisch weltweit existierenden Kinderarbeit, wirksame Schutzrechte gegen Ausbeutung, Bestrafung der im Zusammenhang mit Kinderarbeit stattfindenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Verbindung von Arbeit und Bildung gefordert.

Diese Kontroverse werden wir aufnehmen und zugleich versuchen, die Bedingungen für deren Überwindung und damit die Möglichkeiten gemeinsamer Arbeit zu formulieren.

Methoden
Die Interessen und Erfahrungen der TeilnehmerInnen einbeziehend, werden wir u.a. mit den folgenden Methoden arbeiten:

- Thematische Referate/Inputs der ExpertInnen
- Systematisch angeleiteter Erfahrungsaustausch
- Kreativübungen
- Kleingruppenarbeit
- Diskussionen im Plenum


Leitung

Hans-Wilfried Kuhlen, Wettenberg,
www.feldkompetenz.de
und weitere ExpertInnen


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