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16.10.2007

Verbesserungen der Integrationskurse durchgesetzt!

Der lange Atem, mit dem die GEW und andere Initiativen für angemessene Arbeitsbedingungen der Lehrenden und bessere Lernbedingungen der Teilnehmenden gestritten, demonstriert und argumentiert haben, hat sich gelohnt!
  • Für die ab 01.07.2007 beginnenden BAMF-Kurse wurde die Vergütung für die Träger der Integrationskurse von 2,05 Euro auf 2,35 Euro angehoben.
  • Ab sofort bezuschusst das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die verkürzte Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Integrationskurs mit bis zu 650,- Euro und die unverkürzte Zusatzqualifizierung mit bis zu 1.300,- Euro.
  • Deutsche Staatsangehörige mit Integrationsbedarf können an den Integrationskursen teilnehmen (bereits wirksam)
  • Teilnehmende, die nach 600 Stunden B1 nicht erreicht haben erhalten zusätzliche 300 Stunden (dem Bundestag vom BAMF empfohlen)
  • Die Höchstteilnehmerzahl wird auf 20 pro Kurs gesenkt (dem Bundestag vom BAMF empfohlen)
  • Zur Alphabetisierung wird ein zusätzlicher Vorkurs von 300 Stunden vorgeschaltet (dem Bundestag vom BAMF empfohlen)
  • Statt des B1-Testes wird ein skalierter Abschlusstest auf den Niveaustufen A2 bis B1 eingeführt (dem Bundestag vom BAMF empfohlen)

Einer der Eckpunkte unserer Forderungen, die Festsetzung eines Mindesthonorars durch das BAMF konnte so nicht durchgesetzt werden. Das Bundesamt hat jedoch ausdrücklich die Erhöhung des Stundensatzes gegenüber den Trägern mit der Notwendigkeit der Erhöhung des Honorars begründet.

Bei 15 Teilnehmenden ergibt sich ein Plus pro Stunde von 4,50 Euro. Die GEW fordert daher von den Trägern: 3 Euro mehr für die Lehrkräfte!

Die Erhöhung des Stundensatzes auf 2,35 bleibt weit hinter der Forderung der GEW und anderer Initiativen zurück, daher fordert sie vom BAMF erneut:

  • Anhebung des Stundensatzes für die Träger auf 3,00 Euro pro Teilnehmer und Unterrichtsstunde!
  • Mindesthonorar von 25 Euro für die Lehrkräfte!

Die vom BAMF geforderten umfangreichen Nachqualifizierungen für erfahrene Lehrkräfte sind unzumutbar, daher fordert die GEW:

  • Keine Nachqualifizierungen für erfahrene Lehrkräfte, stattdessen Anerkennung ihrer nonformal und informell erworbenen Kompetenzen.
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