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KinderarmutDie Studie zeigt, dass sich die Situation von Kindern in 17 von 24 OECD-Staaten verschlechtert hat. Besonders hoch sei die Kinderarmut in den USA (über 20 Prozent), am niedrigsten in Dänemark und Finnland (unter drei Prozent). Deutschland liegt laut Studie im Mittelfeld auf Platz 12. Allerdings sei die Kinderarmut hierzulande seit 1990 gestiegen: Deutschland falle auf Platz 18 von 24 OECD-Staaten zurück. Vor allem Kinder aus Zuwandererfamilien und Kinder Alleinerziehender litten in Deutschland unter Armut. 40 Prozent der Kinder Alleinerziehender seien arm.
Die UNICEF-Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Höhe staatlicher Aufwendungen und der Kinderarmut: In Ländern wie den USA und Italien, die weniger als fünf Prozent ihres Bruttosozialprodukts in Sozialleistungen investieren, leben über 15 Prozent der Kinder in relativer Armut. Staaten, die wie Dänemark, Schweden, Finnland oder Belgien mehr als zehn Prozent ihres Bruttosozialprodukts für Sozialleistungen ausgeben, schaffen es durchweg, Kinderarmut auf unter zehn Prozent zu drücken.
Die Höhe der Sozialausgaben entscheide aber nicht allein über das Ausmaß von Kinderarmut. So geben zehn OECD-Länder, darunter auch Deutschland, einen ungefähr gleich hohen Teil ihres Bruttosozialprodukts aus. Trotzdem gebe es zwischen diesen Ländern beträchtliche Unterschiede bei der Armutsrate.
„Die Regierungen haben es selbst in der Hand, ob Kinder in Armut aufwachsen müssen. Sie können ihre großen Probleme wie Arbeitslosigkeit nur in den Griff bekommen, wenn sie Kinder vor Ausgrenzung und Benachteiligung insbesondere bei der Ausbildung bewahren“, sagte Peter Adamson, der Autor der internationalen UNICEF-Studie.