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04.12.2008

Trotz vollmundiger Ankündigungen: relative Bildungsausgaben sinken weiter

Bund, Länder und Kommunen werden im Jahr 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes voraussichtlich 92,6 Milliarden Euro für Bildung ausgeben. Dies bedeutet gegenüber 2007 zwar eine leichte Steigerung, der Prozentsatz am - stärker gestiegenen - Bruttoinlandsprodukt (BIP) fällt jedoch geringer aus.

Nach den vorläufigen Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt im Bildungsfinanzbericht 2008 vorgelegt hat, steigen die öffentlichen Bildungsausgaben von 2007 auf 2008 um 0,8 Prozent - und damit wohl deutlich geringer als das BIP im gleichen Zeitraum. Die Daten errechnen sich auf der Basis der Haushaltsansätze von Bund, Ländern und Gemeinden für 2008.

Gesicherte Zahlen nennt der Bundesfinanzbericht für die Jahre1995 bis 2005: Demnach erhöhten sich öffentliche und private Bildungsausgaben seit 1995 unterproportional im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der Anteil der Gesamtausgaben des öffentlichen und privaten Bereichs für Bildung am BIP ging zwischen 1995 und 2005 von 6,9 auf 6,3 Prozent zurück. Tendenz: weiter sinkend - nach vorläufigen Berechnungen betrug der BIP-Anteil 2006 nur noch 6,2 Prozent.

Die Entwicklung der Ausgaben ist in den einzelnen Bundesländern und den verschiedenen Bildungsbereichen jedoch sehr unterschiedlich. Alle Details können dem Bildungsfinanzbericht 2008 entnommen werden, den das Statistische Bundesamt zusammen mit flankierendem Datenmaterial sowie umfangreichen Tabellen als kostenlosen Download zur Verfügung stellt (siehe Infokasten rechts).


Links

Statistisches Bundesamt
// Bildungsfinanzbericht 2008

 

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