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24.04.2005

Thomas Ahrens erhält Wolgast-Preis

Theaterstück "Der Ball ist rund - ein Globalisierungskrimi" ausgezeichnet

Pressemitteilung Nr. V

Thomas Ahrens erhält Wolgast-Preis

Theaterstück "Der Ball ist rund - ein Globalisierungskrimi" ausgezeichnet

Erfurt - Der Autor Thomas Ahrens (52) hat den Wolgast-Preis 2005 erhalten. Ahrens bekam die Auszeichnung für sein Textbuch und Materialheft zu dem Theaterstück "Der Ball ist rund - ein Globalisierungskrimi für Menschen ab 10". Das Stück setzt sich mit der Ausbeutung in der sog. dritten Welt am Beispiel der Praktiken eines Sportartikelherstellers auseinander. "Die Mischung aus Informationsvermittlung über wirtschaftspolitische Zusammenhänge, Liebesgeschichte, Fußballbegeisterung und Familiengeschichte ist sehr überzeugend", begründete Jurymitglied Ute Wolters die Entscheidung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für das Stück. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben. Er ist mit 4.000 Euro dotiert.
 
„Mit unserer Theaterarbeit versuchen wir, den zunehmend komplexer werdenden Lebensbe-dingungen in Zeiten der Globalisierung einen angemessenen künstlerischen Ausdruck zu verleihen“, sagte Thomas Ahrens.

Die AJuM verleiht Ahrens den Wolgast-Preis am Sonntag im Rahmen des Gewerkschaftstages der GEW in Erfurt. Das Berliner GRIPS-Theater hat "Der Ball ist rund" auf die Bühne gebracht und während des Gewerkschaftstages aufgeführt.

Info: Thomas Ahrens arbeitet als Schauspieler, Regisseur und Autor. Der gebürtige Hannoveraner ist seit 1985 festes Mitglied des GRIPS-Ensembles. Alle weiteren Infos über den Autor finden Sie unter: // www.grips-theater.de/ensemble/ahrens_01.php

Textbuch und Materialheft für das Stück hat das GRIPS-Theater herausgegeben. Die Materialien können beim GRIPS-Theater, Altonaer Str. 22, 10557 Berlin, für vier Euro bestellt werden.

Das Bildungs- und Förderungswerk (BFW) der GEW hat den Heinrich-Wolgast-Preis im Jahr 1986 gestiftet, um die Darstellung der Arbeitswelt in der Kinder- und Jugendliteratur zu för-dern. Ausgezeichnet werden Werke, die sich in beispielhafter Weise mit Erscheinungsformen und Problemen der Arbeitswelt auseinandersetzen. Auch bisher unveröffentlichte Arbeiten (Manuskripte) können eingereicht werden.

Heinrich Wolgast (1860 - 1920) gilt als "Stammvater der Jugendschriftenbewegung". Er war Volksschullehrer, Literaturpädagoge und Schulreformer. Wolgast arbeitete in der Lehrervertretung, im Verein Hamburger Volksschullehrer (VHV), im Deutschen Lehrerverein für Einheitsschule, Selbstverwaltung, Religions- und Gesinnungsfreiheit mit. Ab 1888/89 war er Mitglied der Hamburger Jugendschriftenkommission im VHV, später verantwortlicher Redakteur. 1918 bis 1920 war Wolgast Vorsitzender des Hamburger Lehrerrates.

GEW-Pressesprecher Ulf Rödde

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