
Am 1. September gegen vier Uhr morgens begann die Katastrophe: Ein Regen, wie er seit hundert Jahren in dem Sahel-Staat Burkina Faso nicht mehr gesehen wurde. Bis zum Nachmittag fielen in der Hauptstadt Ouagadougou Unmengen Wasser vom Himmel. Bereits nach vier Stunden verwandelten sich Straßen und Pisten in reißende, teils brusttiefe, vom Schlamm blutrot gefärbte Ströme. Das Kanalsystem der Stadt war überfordert solche Wassermassen zu transportieren. Autofahrer kämpften oft vergebens gegen die Fluten. Menschen wateten barfuss, mit ihren Habseligkeiten auf dem Kopf durch den dichten Regen. Besonders heftig hat es die Viertel nahe der Wasserreservoirs getroffen, die der Trinkwasserversorgung der explosionsartig gewachsenen Stadt dienen. Die künstlichen Seen sind über die Ufer getreten und was den unaufhaltsamen Wassermassen im Weg stand, wurde dem Erdboden gleich gemacht. Häuser, Hütten, Verkaufsstände – in so manchem Viertel blieb kaum ein Stein auf dem anderen.
Spenden für die Opfer der Katastrophe
Mehr als 300 Millimeter betrug die Niederschlagsmenge, offiziell forderte die Überschwemmung fünf Tote. Die über 150.000 Obdachlosen haben zunächt in Schulen, Kirchen und Moscheen Zuflucht gefunden. Nun fehlt es vielen an allem. Die Schäden durch die Überflutungen sind enorm und haben dramatische Auswirkungen für die Bevölkerung. Auch Mitglieder der Bildungsgewerkschaft SYNTER, mit der die GEW eine langjährige Partnerschaft verbindet, gehören zu den Opfern. In dieser Situation hat SYNTER die GEW um Hilfe gebeten und eine Liste mit Namen von 42 Mitgliedern und zwei Beschäftigten des SYNTER-Zentrums geschickt, die von der Katastrophe direkt betroffen sind. Die GEW will diesen Kolleginnen und Kollegen nun helfen und bitten daher um Spenden an unseren Heinrich-Roden-Stein Fonds.
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Sintflutartige Regenfälle haben die Straßen der Hauptstadt Ouagadougou in reißende Flüsse verwandelt.
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Viele Menschen in Burkina Faso haben durch die Fluten alles verloren.
(Fotos: Sabine Tölke-Rückert)