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Schwerpunkt 07-08/2010: Kinderarbeit

Schule ist der richtige Arbeitsplatz – statt auf Kakaoplantagen oder in Steinbrüchen zu schuften, sollten Kinder lesen und rechnen lernen. Denn ohne Bildung führt kein Weg aus Not und Elend. Weltweit arbeiten etwa 215 Millionen Kinder – das darf nicht so bleiben. Viele Produkte, die wir in Deutschland billig kaufen, sind von Kinderhand gemacht, ohne dass wir es ahnen. Wer weiß zum Beispiel, dass in der meisten Schokolade Kinderarbeit steckt, wie Michaela Ludwig in der Titelgeschichte „Bitterer Beigeschmack“ darstellt? Kinderarbeit hat viele Facetten: Mädchen und Jungen ackern in der Landwirtschaft, in der Baumwoll- und Teppichproduktion, versuchen, als Dienstbotin oder Straßenhändler zu überleben, werden als Kindersoldaten zwangsrekrutiert.
 

05.07.2010  -  Gastkommentar: Kinder wollen Bildung

Weltweit können über 760 Millionen Erwachsene weder lesen noch schreiben. Vor diesem Hintergrund hat die Weltgemeinschaft sich im Jahr 2000 mit den acht Milleniums-Entwicklungszielen einem hohen, aber notwendigen Anspruch verpflichtet. Sie möchte neben sieben anderen Zielen erreichen, dass bis 2015 jedem Kind eine gebührenfreie und qualitativ gute Grundbildung garantiert wird. Bis dahin ist noch ein weiter Weg. Derzeit gehen mehr als 72 Millionen Kinder nicht zur Schule – ein Großteil von ihnen lebt in Afrika. Ohne Bildung werden sie nur eine geringe Chance haben, der Armut, dem Elend zu entkommen.  / mehr...


05.07.2010  -  Bitterer Beigeschmack: In der meisten Schokolade steckt Kinderarbeit

Über zehn Kilogramm Schokolade isst jeder Deutsche pro Jahr. Ein Großteil des verarbeiteten Kakaos kommt von der Elfenbeinküste. Dort werden noch immer über 200.000 Kinder ausgebeutet – bei Ernte und Produktion der wertvollen Bohne.  / mehr...


05.07.2010  -  Vom Krieg gezeichnet: Kindersoldat in Sierra-Leone

Nach Schätzungen des Bündnis' Kindersoldaten gibt es 250.000 Kindersoldaten in 14 Ländern. Moussa Camara* war sieben Jahre alt, als ihn sierra-leonische Rebellenverbände als Kindersoldaten zwangsrekrutierten.  / mehr...


05.07.2010  -  Priorität für mehr Bildung

Interview mit Ex-Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)  / mehr...


05.07.2010  -  Vom Landarbeiter bis zur Dienstbotin: Warum und unter welchen Bedingungen Mädchen und Jungen arbeiten

Kinderarbeit ist ein sehr komplexes Problem. Die Frage nach Ursachen, Auswirkungen und Auswegen führt von Land zu Land und selbst im Vergleich zwischen Regionen zu unterschiedlichen Antworten. Zugleich zeigen sich aber auch Gemeinsamkeiten. Eine davon: Durch die zunehmende Globalisierung werden Produkte, an deren Herstellung Kinder beteiligt waren, auch in vielen deutschen Geschäften angeboten.  / mehr...


05.07.2010  -  Jeans, Schokoriegel und Bälle ohne Kinderarbeit: Wie fair gehandelte Produkte zu erkennen sind

Mal ist es die Jeans für 9,99 Euro, mal das Flanellhemd für 2,99 Euro: Eltern und Teenager gehen gerne an den Wühltischen der Modeabteilungen auf Schnäppchen-Jagd. „Hauptsache billig“, lautet das Motto vieler Shopper. Und sie werden fündig. Wer solche Preise anbietet, spart jedoch massiv beim schwächsten Glied der Produktionskette: den Arbeitern der Textilzulieferer in Billiglohnländern – darunter oft Kinder und Minderjährige.  / mehr...


05.07.2010  -  Gute Bildung statt Kinderarbeit: Kinderarbeitsfreie Zonen schaffen

Seit knapp hundert Jahren steht das Verbot der Kinderarbeit in der Welt auf der Tagesordnung der großen internationalen Organisationen – angefangen vom Völkerbund 1924 bis zur UN 1989. Doch die Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom Mai 2010 belegen: Politische Erklärungen reichen nicht. Sie müssen durch poli­tisches Handeln mit Leben gefüllt werden.  / mehr...

E&W 7-8/2010 Schwerpunkt Kinderarbeit

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Kommentare:

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  • Schwerpunkt "Kinderarbeit"
    Prof. Dr. Manfred Liebel, 11.07.2010, 19:46 Uhr
    Die Beiträge zum Thema "Kinderarbeit" in E&W 7-8/2010 spiegeln bedauerlicher Weise nicht die Diskussionen wider, die zu diesem Thema seit Jahren in der GEW, zum Teil auf eigens dazu veranstalteten Seminaren, geführt wurden. Sie gehen auch an den Forschungen zum Thema vorbei, die die Sichtweisen und Rechte der arbeitenden Kinder in den Ländern des Südens ernstnehmen. Arbeitende Kinder, die sich seit den 1970er Jahren in Lateinamerika und seit ...  / mehr
  • Die Rechte der arbeitenden Kinder stützen statt sie zu diskriminieren
    André Dupuis, 12.07.2010, 21:02 Uhr
    Die in dem Heft aufgeführten Artikel sind leider wieder sehr einseitig, was die Ächtung der arbeitenden Kidner betrifft und hält den Gegensatz weiter aufrecht, als ob das problem damit erledigt wäre, wenn diese Kidner die Schule besuchen. Die lage der Kidner und der familien wird dadurch keinen Deut besser. Und es tgibt gute Beispiele aus den Ländern lateinamerikas udn Asiens mit eienr Reihe von Projekten, bei denen beides geht und vereinbar...  / mehr
  • Erschreckend unterkomplexer und einseitiger Schwerpunkt
    Verdikollege, 13.07.2010, 11:38 Uhr
    Ihr mögt mit eurem Schwerpunkt versuchen, die Rechte und Interessen der Kinder ins Blickfeld zu nehmen, doch das Ergebnis ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Erstaunlich unterkomplex und insbesondere die vielen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den beträchtlichen negativen Konsequenzen des von euch vertretenen Ansatzes verschweigend, stellt Ihr hier unkritisch eine Position dar, die wohl eher die institutionellen Interessen von ILO, Weltbank ...  / mehr
  • Schwerpunkt Kinderarbeit in E&W 7-8/2010
    Hermann Herf, 14.07.2010, 00:01 Uhr
    Bielefeld, den 13.7.2010
    Leserbrief zum Schwerpunkt Kinderarbeit in E&W 7-8/2010.
    Ich begrüße sehr, dass dieses Thema als Schwerpunkt aufgegriffen wurde. Sie veröffentlichen eine Reihe fundierter Artikel, die aber leider nur eine sehr verkürzte Sicht der Dinge widerspiegeln. Mit Recht wenden Sie sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit und fordern deren Abschaffung. Aber leider ist das nur ein Teil der Wahrheit. Sie schließen sich der Meinun...  / mehr
  • Kommentar des ver.di Kollegen
    André Dupuis, 14.07.2010, 09:40 Uhr
    Also, lieber Kollege, total vergeigt finde ich diese Ausgabe nun nicht. Wie ich in meinem Kommentar schon schrieb, fehlen weietre Perspektiven wie der betroffenen Kindern und deren Familien aufzuzeigen und zu thematisieren. Ich finde das unangemessen das so zu benennen, weil es eine Reihe auch ganz guter Artikel gibt. Und: es ist klar, dass die Mitgliederzeitschrift ein Diskussionsforum ist vorwiegend eben für die GEW-Mitglieder. Und du hast sic...  / mehr
  • Antwort an André Dupuis
    verdikollege, 15.07.2010, 12:23 Uhr
    Lieber André,
    ich respektiere deinen Einwand, und mir ist diese Qualifizierung selbst schwer gefallen, doch finde ich sehr wohl, dass "vergeigt" weitgehend zutrifft. Auch wenn es sich hauptsächlich um ein Diskussionforum für GEW-Mitglieder handelt, so sollten doch einige Qualitätsstandards eingehalten werden. Du selbst schriebst, die Positionen arbeitender Kinder und ihrer Familien würden fehlen. Dies allein ist, wenn wir die Kinderrechte e...  / mehr
  • Schwerpunkt "Kinderarbeit"
    Hagel, 15.07.2010, 14:26 Uhr
    Es gibt politische Diskussionen in Deutschland, die in ihrem Ergebnis auf den ersten Blick so schlüssig und zwingend wirken, dass man einen zweiten Blick gar nicht mehr für notwendig hält. Allein, ein solcher zweiter, die Dinge nochmal gegen den hergestellten Konsens überprüfender Blick würde so manches Mal verstörende Missverhältnisse zutage fördern. Fatale Fehlsichten und -einschätzungen, deren Konsequenzen letztlich allem zuwiderlauf...  / mehr
  • Leserbrief zu Themenschwerpunkt Kinderarbeit, "Erziehung und Wissenschaft" 7-8/2010
    Thomas Krämer-Broscheit, Christliche Initiative Romero (CIR), 15.07.2010, 15:56 Uhr
    Sehr geehrte Redaktion „Erziehung und Wissenschaft“,

    so lobenswert das Unterfangen ist, Aspekte von Kinderarbeit aufzuzeigen, so wenig geglückt ist es in diesem Fall. Der Themenschwerpunkt der Ausgabe 7-8/2010 von „Erziehung und Wissenschaft“ vermag in seiner einseitigen Ausrichtung nicht zu überzeugen. Er greift den durchaus differenzierten aktuellen Diskussionsstand zum Thema nicht auf. Mehr noch, er geht in seiner reflexhaft anmut...  / mehr
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