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25.01.2010  

Qualifikation und Kompetenz müssen zentraler Maßstab für die Entlohnung sein

Die Eingruppierungs-Tarifverhandlungen für Lehrkräfte gehen in dieser Woche in die nächste Runde. Eine der Hauptforderungen der Gewerkschaften ist die gleiche Eingruppierung aller Lehrämter. Die GEW hat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um ein kurzes Statement zu diesem Thema gebeten. Bildungswissenschaftler Rolf Dobischat betont: "Ein zukunftsfähiges Tarifsystem kann nur bedeuten: gleiche Bezahlung für alle voll ausgebildeten Lehrkräfte, egal in welcher Schulform sie tätig sind."

Prof. Rolf Dobischat (Foto: Kay Herschelmann)

"Es ist angesichts der stetig wachsenden pädagogischen, lernorganisatorischen und didaktisch-methodischen Kompetenzen an das Lehrpersonal – und zwar in allen Schulformen – ein Anachronismus, die bestehende Einkommensdifferenzierung aufrecht zu erhalten. Qualifikation und Kompetenz müssen zentraler Maßstab für die Entlohnung sein, nicht der individuelle Einsatz in verschiedenen Schulformen, die letztlich ebenso anachronistisch sind."
 
Prof. Dr. rer.pol. phil.habil. Rolf Dobischat
Universität Duisburg-Essen (Campus Essen)
Fakultät für Bildungswissenschaften, Institut für Berufs- und Weiterbildung (IBW)


Meinung

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