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Probleme nicht gelöstQualitätspakt Lehre
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) musste nach dem gescheiterten Bildungsgipfel nicht mit völlig leeren Händen vor die Presse treten: Als einzigen konkreten Erfolg verkündete sie den „Qualitätspakt Lehre“, auf den sich Bund und Länder zuvor in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz verständigt hatten. In den nächsten zehn Jahren sollen demnach bis zu 200 Millionen Euro
jährlich „für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“ bereitgestellt werden.
Die GEW bezweifelt, dass mit dem Qualitätspakt die Probleme der Hochschulen, Studierenden und Beschäftigten gelöst werden. Der Wissenschaftsrat hatte 2008 zusätzlich 1,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Verbesserung der Qualität der Hochschullehre gefordert. Mit 200 Millionen, das sind 100 Euro pro Student, lässt sich die Lehre nicht substanziell verbessern. Ganz abgesehen davon, dass das Programm unter einem Finanzierungsvorbehalt steht und völlig unsicher ist, ob die Länder mitziehen.
Andreas Keller,
Leiter des GEW-Organisationsbereichs Hochschule und Forschung
(E&W 7-8/2010)