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Polen

Die polnischen Bildungsgewerkschaften NSZZ Solidarnosc und ZNP entstammen unterschiedlichen politischen Traditionen und stehen in Konkurrenz zueinander. Die GEW pflegt enge Beziehungen zu beiden Gewerkschaften.

Vielfältige Formen des Kennenlernens, der Begegnung und der Zusammenarbeit zu entwickeln war das Ziel der Vereinbarung, die die GEW im Jahr 1991 mit der Solidarnosc und ihren Sektionen für Bildung und Hochschule getroffen hatte.

Enge Zusammenarbeit

Heute ist eine enge Kooperation längst Realität. Bilaterale Treffen und Seminare gehören dazu, so etwa die seit 1995 jährlich stattfindende Masuren-Akademie, ein zweiwöchiger Sprachkurs mit Begegnungsprogramm. In europäischen und internationalen Gewerkschaftsgremien findet eine enge Abstimmung statt - nicht nur mit Solidarnosc, sondern seit einigen Jahren auch mit der reformierten, „alten“ großen Gewerkschaft ZNP, die schon 1905 gegründet wurde. GEW und ZNP arbeiten gemeinsam an Projekten zur beruflichen Bildung in Europa.

Gedenken an den Holocaust

Seit 2008 finden auf Initiative der GEW regelmäßig alle zwei Jahre aus Anlass des internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar gemeinsame Gedenkveranstaltungen der beiden polnischen Gewerkschaften NSZZ Solidarnosc und ZNP, der israelischen Histadrut Hamorim, der österreichischen GÖD und der deutschen Bildungsgewerkschaften VBE und GEW in Auschwitz statt. Die beteiligten Gewerkschaften unterzeichneten aus diesem Anlass eine gemeinsame Erklärung gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Demonstration der NSZZ Solidarnosc - Gemeinsames Gedenken an den Holocaust - TeilnehmerInnen der Masuren-Akademie - ZNP-Logo
(Fotos: Manfred Brinkmann)

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