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03.09.2010

Pakistan: Hilfe für Flutopfer

Die Flutkatastrophe in Pakistan hat 5.000 Schulen zerstört und 100.000 Lehrerinnen und Lehrer obdachlos gemacht. Die Bildungsinternationale und die GEW rufen zu Spenden für die Opfer und für den Wiederaufbau auf.

Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Pakistan, die in Folge der Überschwemmungen humanitäre Hilfe benötigen, wird auf über 100.000 Personen geschätzt. Mit Unterstützung der Bildungsinternationale lassen pakistanische Lehrerorganisationen tausenden Pädagoginnen und Pädagogen, die ihr Hab und Gut in den Fluten verloren haben, Hilfe in der Not zukommen. Sie erhalten Soforthilfe in Form von sauberem Wasser, Zelten und Kleidung. Die Hilfe für die Opfer wird über die drei nationalen pakistanischen Lehrerverbände ‘Pakistan Teachers' Organisations’ Council’ (PTOC), ‘All Pakistan Government School Teachers’ Associations’ (APGSTA) und ‘Central Organisation of Teachers’ (COT) weitergeleitet, die über weitgespannte Netzwerke im ganzen Land verfügen. Schwerpunktregionen sind die Provinzen Punjab, Sindh, Khyber Pakhtoonkhoa und Azad Kashmir, die am stärksten von der Katastrophe betroffen sind, die von den schlimmsten Überschwemmungen seit achtzig Jahren verursacht wurde. Das Hilfsprogramm wird aus Spenden des Solidaritätsfonds der Bildungsinternationale finanziert und vom pakistanischen Gewerkschaftsbund ‚All Pakistan Trade Union Congress’ (APTUC) koordiniert. Die Unterstützung umfasst auch medizinische Versorgung und Traumabehandlung für die Flutopfer.

Der Generalsekretär der Bildungsinternationale, Fred van Leeuwen, war am 27. August nach Karachi geflogen, um sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen und den pakistanischen Lehrerverbänden die Unterstützung der Bildungsinternationale zu versichern. „Dieses Programm ist mehr als nur ein Zeichen solidarischer Hilfe für unsere Kolleginnen und Kollegen in Pakistan“, sagte van Leeuwen. „Den Lehrern kommt eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau des Landes zu. Deshalb ist es wichtig, dass ihnen geholfen wird und sie so bald wie möglich wieder ihre Aufgaben erfüllen können. Sie sind es, die die Kinder in den Flüchtlingslagern unterrichten und die dabei helfen, den Schulbetrieb in den Überschwemmungsgebieten wieder in Gang zu bringen.“ Van Leeuwen besuchte drei Flüchtlingslager, wo er mit obdachlos gewordenen Lehrern sprechen konnte. Einige von ihnen hatten bereits Initiativen ergriffen und damit begonnen, in den Lagern wieder zu unterrichten. „Dies sind ermutigende Beispiele“, so van Leeuwen. „Wo immer möglich sollten Lehrer versuchen, ihnen zu folgen.“ Der BI-Generalsekretär ermutigte die pakistanischen Lehrerorganisationen, von der Regierung ein schnelles Wiederaufbauprogramm für das Bildungswesen zu fordern.

Shujat Ali, Generalsekretär der ‘Central Organisation of Teachers’, fügte hinzu: „Wir sind unseren Kolleginnen und Kollegen in aller Welt dankbar für die Unterstützung, die wir jetzt erhalten. Wir wollen so vielen Lehrkräften wie möglich Hilfe zukommen lassen. Unser Schulwesen ist völlig zusammengebrochen und es wird enormer Anstrengungen bedürfen, es wieder aufzubauen . Doch wir sind bereit für diese Herausforderung. Damit werden wir Millionen Kindern in Pakistan eine neue Hoffnung geben.“ Nach Angaben des UN-Büros für humanitäre Hilfen (OCHA) sind allein in elf Distrikten der besonders betroffenen Provinz Punjab 2.863 Schulen von den Fluten weggeschwemmt oder erheblich beschädigt worden. Die Gesamtzahl der in Pakistan zerstörten Schulen wird auf etwa 5.000 geschätzt. Der Großteil der nationalen und internationalen Hilfsmaßnahmen konzentriert sich auf medizinische Versorgung, Lebensmittel. sauberes Wasser und Unterkünfte für die zwanzig Millionen Obdachlosen im Land. Fred van Leeuwen forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Hilfe für die pakistanischen Flutopfer zu verstärken. Die GEW unterstützt das Notprogramm der Bildungsinternationale und ruft unter dem Stichwort 'Pakistanfluthilfe' zu Spenden auf das Konto des Heinrich-Rodenstein-Fonds auf.

Links: Gespräche mit Hochwasserflüchtlingen
Mitte: Krankenstation im Flüchtlingslager
Rechts: Besprechung mit Vertretern der pakistanischen Lehrerorganisationen

Fotos: Bildungsinternationale


Unterricht im Flüchtlingslager


Spendenkonto

Heinrich-Rodenstein Fonds
Konto-Nr. 1 707 274 700
SEB AG Frankfurt am Main
BLZ 500 101 11
Stichwort: Pakistanfluthilfe

 

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