Die Aktionspalette an den Streikstandorten – Bielefeld, Münster, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Bonn – reichte von spektakulären Flashmob-Aktionen über Sketche bis hin zu symbolischen Aktionen zum Thema "Aussitzen gilt nicht“. In Duisburg und Bochum wurden politische Grußbotschaften an den Finanzminister Helmut Linssen (CDU) übermittelt, der Nordrhein-Westfalen in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertritt.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber erklärte während der Kundgebung in Düsseldorf: "Seit 50 Jahren werden Lehrkräfte nach Arbeitgeberrichtlinien ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss beendet werden.“ Es sei nicht akzeptabel, dass es für über 200.000 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen Deutschlands keinen Tarifvertrag gebe.
Youtube:
// "Aussitzen gilt nicht!" - Lehrkräfte zu Warnstreikaktionen
(04.05.2010 )
Youtube:
// "Aktion: Wenn zwei das gleiche tun ..."
(04.05.2010)
OWL-Vielfalt 04.05.10
// Angestellte Lehrkräfte im Warnstreik
WDR Mediathek 04.05.10
// Streik statt Lehre
WDR Mediathek 04.05.10
// Lokalzeit OWL: Angestellte Lehrer im Streik
WDR Mediathek 04.05.10
// Lokalzeit Münsterland: Kompakt
WDR Mediathek 04.05.10
// Lokalzeit Bonn: Kompakt
WDR Mediathek 04.05.10
// Lokalzeit Bergisches Land: Kompakt
Auf der Streikversammlung in Duisburg warf GEW-Vorstandsmitglied und -Verhandlungsführerin Ilse Schaad den öffentlichen Arbeitgebern vor, ihnen sei die Tätigkeit eines Hauptschullehrers weniger wert als die eines Gymnasiallehrers: "Alle wollen eine hohe Qualität und verlangen dementsprechend eine hochwertige Schulbildung.“ Dann müsse man die Lehrer aber auch gleich und besser bezahlen. Gerade mit Blick auf den wachsenden Lehrermangel sei eine höhere Entlohnung notwendig. "Wir wollen eine Bezahlung unabhängig von der Schulform“, sagte Schaad.
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"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" - Warnstreik in Duisburg. Fotos: Peter Bongertz
WDR Mediathek 04.05.10
// Lokalzeit Duisburg: Kompakt
An der Hauptschule Kalletal gab es neben Warnstreiks auch gleich praxisnahen Sozialkundeuterricht für die Schülerinnen und Schüler: Sie lernten, was Streik bedeutet und erfuhren, warum die Lehrer auf die Straße gehen.
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Warum streiken Lehrer? Praktischer Sozialkundeunterricht an der Hauptschule Kalletal. Fotos: privat
In Köln forderten am Dienstag rund 500 streikende Kolleginnen und Kollegen auf dem Hans-Böckler-Platz lautstark gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Im Anschluss an die Protestkundgebung zogen sie zum Sitz der Bezirksregierung und prästentierten dort eine "offene Rechnung" in Milliardenhöhe, zusammengesetzt aus 25 Jahren Lohndifferenz der angestellten zu den verbeamteten Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen.
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Die Kundgebungsteilnehmer auf dem Kölner Hans-Böckler-Platz hatten noch eine Rechnung offen. Fotos: Manfred Brinkmann
Kölner Stadtanzeiger 04.05.10
// Frühstück statt Unterricht
Kölner Stadtanzeiger 04.05.10
// Filmbeitrag "Lehrer streiken"
In Wuppertal machten mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Warnstreikaktion den Doppelgängern der Arbeitgeber klar: Aussitzen gilt nicht! Sie vertrieben die als Nordrhein-Westfalens Finanzminister Helmut Linssen und sein niedersächsischer Amtskollege Hartmut Möllring (beide CDU) maskierten und Zeitung lesenden Politiker-Doubles mit Streikliedern und viel Krach von ihren Sitzen.
Die Aktion am Rand der Innenstadt fand auch bei der Bevölkerung viel Beachtung. Auf der abschließenden Kundgebung sprach die Tarifexpertin der GEW Nordrhein-Westfalen, Ute Lorenz.
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Aussitzen gilt nicht - Warnstreik in Wuppertal. Fotos: Ute Lorenz