04.12.2007

PISA 2006 veröffentlicht

Die Ergebnisse der PISA-Studie 2006 wurden heute offiziell vorgestellt. Demnach haben sich die Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler leicht verbessert. In Expertenkreisen wird diskutiert, ob sich die Ergebnisse mit denen der Vorgängerstudien vergleichen lassen.Und: Wiederum entscheidet die soziale Herkunft der Jugendlichen über den Schulerfolg.

Im Schwerpunktbereich Naturwissenschaften der Erhebung erzielen die 15-Jährigen in Deutschland mit durchschnittlich 516 Kompetenzpunkten einen Wert, der über dem OECD-Mittel von 500 Punkten liegt un dliegen damit auf Platz acht (von 30) der PISA 2006 Rangliste. Spitzenreiter Finnland erreichte 563 Punkte.

Für die Lesekompetenz und die mathematische Kompetenz liegen die Leistungen der deutschen Schüler im OECD-Mittelfeld. Bei der Mathematik kommt Deutschland mit 504 Punkten auf den 14. Platz . Bei der Lesekompetenz erreicht Deutschland 495 Punkte, das OECD-Mittel liegt hier bei 492 Punkten.

Deutschland bleibt weiterhin eines der Länder, in dem die soziale Herkunft eine entscheidenen Rolle spielt. Wieder sind Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund die Verlierer. Durchschnittlich liegen sie 77 Punkte hinter Mitschülern ohne Migrationshintergrund. Deutschland ist damit weiterhin das OECD-Land mit den stärksten migrationsbedingten Unterschieden.

Marianne Demmer, stellvertretende GEW-Vorsitzende, warf den schulpolitisch Verantwortlichen vor, diese hätten seit PISA 2000 sechs Jahre verstreichen lassen, ohne dass sich für Migrantenkinder irgendetwas zum Besseren gewendet hat. Der Verband Bildung Erziehung forderte, die Bildungsungerechtigkeit zu beseitigen.

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