PISA 2003 - Ergebnisse im Detail

Die wichtigsten Ergebnisse und Kommentare zu PISA 2003 auf einen Blick.

Seitenabschnitte:

Ausgewählte Detail-Ergebnisse mit Tabellen (Quelle: PISA-Konsortium).
Alle Zitate sind aus dem OECD-Bericht (Briefing Note) entnommen.

Wieder Mittelmaß

In den Kompetenzbereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften hat sich Deutschland jeweilsminimal verbessert und erreicht mittlere Platzierungen (siehe Tabellen).

Gleichzeitig hebt der Bericht aber hervor, dass "die Leistungswerte (...) aber deutlich unter dem Erwartungswert für Deutschland (liegen), der sich ergibt, wenn man den in Deutschland überdurchschnittlichen Bildungsstand in der Erwachsenenbevölkerung sowie den gesamtwirtschaftlichen Hintergrund berücksichtigt."


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Starke Unterschiede

"Deutschland weist nach Belgien und der Türkei die höchste Streuung mathematischer Kompetenzen auf (103 Punkte), wobei die Verteilung asymmetrisch und nach links verschoben ist, das heißt besonders der untere Bereich ist stärker ausgeprägt und Schüler in Deutschland reichen nicht an das Niveau der Leistungsspitze der Mehrzahl der Länder oberhalb des OECD-Durchschnitts heran. Aufschlussreich ist auch die Verteilung der Schüler in den verschiedenen Staaten auf international festgelegte Kompetenzstufen, über die sich ableiten lässt, welchen Anforderungen Schüler mit gegebenen Leistungswerten gewachsen sind.

Der Anteil der Risikogruppe mit Leistungswerten in und unter der Kompetenzstufe 1 in Deutschland beträgt 22% und liegt damit deutlich höher als in allen anderen west- und nordeuropäischen Ländern (mit Ausnahme Luxemburgs). Offensichtlich gelingt es einer Reihe von Staaten (insbesondere Finnland, Korea, Kanada und den Niederlanden) deutlich besser, schwächere Schülerinnen und Schüler zu fördern."


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Bildungschancen ungerecht verteilt



"In Deutschland wie auch den anderen teilnehmenden OECD-Staaten sind die Lebensbedingungen mit einem unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen im ökonomischen, sozialen und kulturellen Sinne verbunden. Deutschland gehört jedoch zu den Bildungssystemen, in denen diese Abhängigkeit am größten ist, d.h. es gelingt dem Bildungssystem weniger, ungünstige familiäre und soziale Voraussetzungen auszugleichen und damit das Potenzial dieser Schüler zu nutzen und zu fördern.
Auch die Wahrscheinlichkeit, zur so genannten Risikogruppe von Schülerinnen und Schülern zu gehören, deren Kompetenzen als gering für eine erfolgreiche Teilhabe in modernen Wissensgesellschaften angesehen werden, hängt in Deutschland wesentlich von Merkmalen der sozialen Herkunft ab."


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