20.04.2006

PISA-Studie geht in die dritte Runde

Unter Federführung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel werden seit Mittwoch Daten für die Pisa-Studie 2006 erhoben. Schwerpunkt der dritten PISA-Studie ist diesmal der naturwissenschaftliche Bereich.

Ziel dieser Studie ist es, die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen im Schwerpunktbereich Naturwissenschaften zu erfassen. Etwa die Hälfte der Testaufgaben betrifft Fragen aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Geowissenschaften. Jeweils ein Viertel der Textaufgaben stammt aus den Bereichen Lesen und Mathematik. Während bei der neuen Testreihe die Naturwissenschaften im Mittelpunkt stehen, wurde bei PISA 2000 das Leseverständnis der Schüler getestet, und bei Pisa 2003 deren Mathematikkenntnisse.

Bundesweit werden für den internationalen Vergleich 1516 Schulen getestet, jeweils 25 Schülerinnen und Schüler pro Schule. Ferner werden pro ausgewählter Schule zwei komplette neunte Klassen getestet. Die Auswahl der Schulen und der Schüler erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Um einen Ländervergleich innerhalb Deutschlands zu ermöglichen, wird zusätzlich eine nationale Ergänzungsstichprobe (PISA E) erhoben. Weltweit beteiligen sich an der PISA-Studie 58 Länder.

Die Schüler müssen einen Fragebogen in einer vorgesehenen Bearbeitungszeit von 20 bis 30 Minuten beantworten. Außerdem werden – wie in PISA 2000 und 2003 zentrale demographische Daten und einige Indikatoren des sozialen und familiären Hintergrunds erhoben. Auch von der Schulleitung ist ein Fragebogen zum Schulkontext auszufüllen.

Die internationalen Vergleichsergebnisse für Deutschland werden im Dezember 2007 vorliegen. Die Ergebnisse der nationalen Studie für die einzelnen Bundesländer sollen im Herbst 2008 veröffentlicht werden.

Links

PISA-Website des Leibniz-Instituts:
// PISA 2006

 

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