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29.11.2007

PISA-Embargo gebrochen

Die spanische Zeitung Magisnet hat das PISA-Embargo gebrochen. Demnach soll Deutschland auf Rang 13 liegen, bei der Vorgängerstudie war der 15. Platz erreicht worden.

Marianne Demmer, GEW-Schulexpertin, erklärte, dass die Ergebnisse 2003 und 2006 nicht vergleichbar seien. Das Design der naturwissenschaftlichen Kompetenz habe sich geändert. Bei einer Reihe von Ländern habe dies offenbar zu erheblichen Punktzuwächsen geführt.

Offiziell sollen die PISA-Ergebnisse erst am 4. Dezember präsentiert werden. Schwerpunkt der dritten PISA-Studie sind erstmals die Naturwissenschaften
Laut Magisnet-Bericht ist das Siegerland der PISA-Studie erneut Finnland. Auf den zweiten Rang kommt Hongkong vor Kanada und Taiwan.

Zwischenzeitlich fordern die Kultusminister der Länder die Suspendierung von PISA-Koordinator Andreas Schleicher, weil er die Sperrfrist der Studie durchbrochen und die Ergebnisse vorab kommentiert habe. Aus «ideologischen Gründen» könne es Schleicher nicht ertragen, wenn Deutschland "durch erhebliche pädagogische Reformen besser geworden sei".
Der deutsche PISA-Koordinator Manfred Prenzel widerspricht der Sichtweise von Schleicher, wonach die PISA-Ergebnisse von 2003 und 2006 in den Naturwissenschaften nicht vergleichbar seien. Dem Tagesspiegel sagte Prenzel: "Das Rahmenkonzept der Studie hat sich nicht verändert." Schleicher hatte gesagt, von einem Aufstieg der Deutschen in der Tabelle bei den Naturwissenschaften könne nicht gesprochen werden, weil sich das Design der Aufgaben stark verändert habe.

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