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Nationaler Hochsch"Während weltweit alle anderen Industrienationen ihre Hochschulen weiter ausbauen, werden in Deutschland dagegen gleich in mehreren Bundesländern Studienplätze abgebaut" kritisierte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer am Sonntag in einem dpa-Gespräch. "Dabei wird mit den geburtenstarken Schulabgänger-Jahrgängen die Zahl der vor den Hochschultoren abgewiesenen Bewerber noch weiter ansteigen."
Nach einer Übersicht des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der Hochschulabsolventen am entsprechenden Altersjahrgang in Deutschland zwischen 2000 und 2004 von 19,3 auf 20,6 Prozent gestiegen. Demmer sagte, mit diesem "nur geringfügigem Anstieg ist Deutschland weit davon entfernt, wenigstens den Durchschnitt der OECD-Industriestaaten zu erreichen, der 2003 bereits bei 32,6 Prozent lag". Sie fügte hinzu: "Während in Deutschland bei der Bildung gekürzt und gespart wird, geht in den anderen Industriestaaten die Expansion der zukunftsträchtigen Hochschulbildung weiter. In Finnland und Australien hatte bereits 2003 fast jeder zweite junge Mensch einen Hochschulabschluss."
Aktuelle Daten zur weltweiten Entwicklung wird die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an diesem Dienstag in ihrem neuen Bildungsbericht veröffentlichen.
Demmer warnte die Länder vor dem "Irrglauben", die rückläufigen Schülerzahlen in den kommenden Jahren zum Schuldenabbau und zur Haushaltskonsolidierung nutzen zu können. "Dumm und schuldenfrei - das ist wahrlich keine Zukunftsperspektive für die nachwachsende Generation." Je weniger Kinder geboren werden, desto besser müssten sie ausgebildet sein, "wenn Deutschland seinen wirtschaftlichen und sozialen Standard auch in Zukunft halten will". Das Geld müsse in der Bildung bleiben und jährlich aufgestockt werden - "für gebührenfreie Kindergärten, Ganztagsschulen und für eine bessere Hochschulbildung".