
"2010 wird endlich auch für den Bildungsbereich der Dialog zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten auf europäischer Ebene beginnen. Wir sind darauf vorbereitet“, betonten die Vorsitzenden von GEW und VBE, Ulrich Thöne und Udo Beckmann, anlässlich der Unterzeichnung.
Gemeinsam übernehmen die beiden mitgliederstärksten deutschen Bildungsgewerkschaften die Arbeitnehmerstimme in einem Komitee aus Gewerkschaftsvertretern der europäischen Bildung und des europäischen Arbeitgeberverbandes Bildung, das in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen wird. Deutschland hat in diesem Komitee je eine Stimme für die Sozialpartner, d. h. nur je eine auf der Arbeitgeber- und eine auf der Arbeitnehmerseite.
Starke Stimme der Bildungsbeschäftigten
Der Startschuss für den sozialen Dialog im Bildungsbereich auf europäischer Ebene sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den sozialen Fortschritt weiterzuentwickeln, erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne und betonte: "Jetzt müssen wir die Strukturen mit Leben füllen. Die im Bildungsbereich Beschäftigten müssen spüren, dass Diskussionen und Entscheidungen in diesem Rahmen positive Auswirkungen auf ihren Arbeitsalltag in den Bildungseinrichtungen haben“.
VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann unterstrich: „Während sich Deutschland den Anachronismus leistet, den Kulturföderalismus als Kleinstaaterei zu pflegen, werden Entwicklungen im Bildungsbereich gleichzeitig immer stärker zum Gegenstand europäischer Politik." Je enger die europäischen Bildungsgewerkschaften kooperierten, desto stärker werde die Stimme der Bildungsbeschäftigten im sozialen Dialog, so Beckmann.
GEW und VBE sind Mitglieder der Bildungsinternationale (EI) und des Europäischen Gewerkschaftskomitees für Bildung und Wissenschaft (EGBW), das eng mit der Bildungsinternationale Europa zusammenarbeitet.

Machen sich auf europäischer Ebene künftig gemeinsam für Beschäftigteninteressen im Bildungsbereich stark (v. l. n. r.): Rolf Busch (VBE), Ulrich Thöne (GEW), Udo Beckmann (VBE), Ilse Schaad (GEW). Foto: privat