15.08.2008

Mehr Unterrichtsstunden - größerer Lernerfolg

Eine neue Studie der TU München hat jetzt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Zahl der Unterrichtsstunden, an denen Schüler in den einzelnen Bundesländern teilnahmen, und der Rangfolge bei den PISA-Untersuchungen festgestellt.

Die Münchner Wissenschafler verglichen in ihrer Studie das Unterrichtsangebot in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Deutsch über mehrere Schuljahre hinweg. Ihr Fazit: Die Anzahl der Unterrichtsstunden wirkt sich „klar und deutlich“ auf die PISA-Rangfolge aus.

Bernd Süßmuth, Bildungsökonom und Mitautor der Studie, betonte in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur, die Unterschiede zwischen den 16 Bundesländern in Bezug auf die Stundentafeln seien überraschend groß gewesen. „Wenn Sie beispielsweise die Gesamtstundenzahlen in Thüringen vergleichen mit denen in Berlin, dann ist es so, dass die Berliner Gymnasiasten im Schnitt 1000 Schulstunden, betrachtet über alle Fächer, weniger hören als ihre thüringischen Gymnasiastenkollegen.“ Das habe einen signifikanten Effekt auf die PISA-Rangfolge.

Nach den Ergebnissen der Studie hat bereits der wöchentliche Ausfall einer Mathematikstunde von 60 Minuten in einem Bundesland eine Verschlechterung um drei Ränge innerhalb der Bundesländer-PISA-Wertung zur Folge.

"Die GEW sieht sich auch durch diese Studie in ihrer Forderung nach dem Ausbau von Ganztagsangeboten für Kinder und Jugendliche bestätigt", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne.

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