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Vergleich BildungsstandardsMarianne Demmer, für Schule verantwortliches Vorstandsmitglied der GEW, erklärte, die Schulen würden zwar ständig mit Leistungsvergleichen überzogen, aus den Testergebnissen folgten jedoch keine Konsequenzen.
Für den neuen Bundesländer-Schulleistungsvergleich wurden vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der Berliner Humboldt-Universität im Schuljahr 2008/2009 die Leistungen von Neuntklässlern in den Fächern Deutsch und der ersten Fremdsprache (Englisch oder Französisch) getestet. Die Ergebnisse bestätigen, was bereits die PISA-Studien und andere Leistungsvergleiche ans Licht brachten:
GEW-Schulexpertin Demmer betonte angesichts dieser Ergebnisse, Chancengleichheit bleibe im deutschen Schulsystem ein Fremdwort. "Die Politik hat sich in den vergangenen Jahren verzettelt und die falschen Akzente gesetzt", so Demmer. "Statt Chancengleichheit und individuelle Förderung zum zentralen Thema zu machen und massiv in die Fortbildung des pädagogischen Personals zu investieren, hat sie den Schwerpunkt bei der Qualitätssicherung gesetzt.“
Sie forderte die Politik auf, jetzt endlich energisch gegenzusteuern. "Mehr Gerechtigkeit und mehr Leistung sind nur in einem gerechten inklusiven Schulsystem, in dem alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam lernen und individuell gefördert werden, möglich", erklärte Demmer. Die unsinnige Aufteilung in unterschiedlich anspruchsvolle Schulformen und die Aussonderung junger Menschen mit Behinderungen müsse endlich überwunden werden. "Individuelle Förderung braucht gut ausgebildetes und motiviertes Personal, genügend Zeit und gute Lernbedingungen wie kleine Klassen“, betonte sie.
(uhe)
GEW-Mitgliederbefragung 2010 zur Lesekompetenz:
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