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Lehrerportraits

Portraits von Lehrerinnen und Lehrern aus Australien, Brasilien, Deutschland, Indonesien und Kenia.
 

Kathy Hogan, Australien

„Test 1-2-3, Test, Test, 1-2-3“. Kein Surren, keine Rückkopplung. Zufrieden schaltet Kathy Hogan das Mikrofon wieder aus. Ein Mausklick und eine der beiden Studio-Kameras schwenkt zurück in Position. Jeder Handgriff ist Routine. Noch 30 Sekunden bis zum Beginn der Sendung. Im Regieraum, hinter den grellen Scheinwerfern und einer schalldichten Glasscheibe, streckt Paul, der Satelliten-Techniker, den Daumen nach oben. Die Verbindung steht, das Signal ist störungsfrei. Studio Eins ist bereit.  / mehr...


 

Maria Conceição Gonçalves, Brasilien

„Eigentlich“, sagt Conceição über die Schule, an der sie seit einem Jahr arbeitet, „eigentlich war das mal ein ziemlich gutes Konzept“. Man muss sich ziemlich anstrengen, um dieses Urteil nachzuvollziehen: Ein gutes Konzept – diese Schule? Ein grauer Betonbau mit abgerundeten Fenstern, mit vollgesprühten Wänden, mit nachträglich angebrachten Gittern, umgeben von einer dürren Wiese und einem löchrigen Zaun? Und drinnen die Klassenzimmer, die zum Flur hin alle nur eine mannshohe Wand haben, also halb offen sind – ein gutes Konzept?  / mehr...


 

Thomas Jahre, Deutschland

„Pädagogik in Bewegung“ heißt das Motto seiner Schule, Thomas Jahre selbst ist die Ruhe in Person: sparsame Gestik, bedachte Sätze, wacher Blick aus hellen Augen. Ein Mann mit Geduld und trockenem Humor. Basics für einen Lehrer der Mathematik, Physik und Informatik. „Ich mache genau das, was ich mein Leben lang wollte“, sagt der 50-Jährige. „Und das an einer Schule, wie ich sie jedem Schüler in Deutschland wünsche.“  / mehr...


 

Sri Sumaryati, Indonesien

Eigentlich wollte Sri Sumaryati Wirtschaft studieren. Nach ihrem Schulabschluss hatte sie sich sogar schon eingeschrieben an der Hochschule für Wirtschaftwissenschaften in Yogyakarta, ihrer Heimatprovinz auf der indonesischen Hauptinsel Java. Aber ihr Vater hatte andere Pläne: Der Religionslehrer wünschte, dass seine älteste Tochter die Familientradition fortsetzen sollte – und meldete sie an der Fachoberschule für Lehrer an.  / mehr...


 

Henry Karani, Kenia

Wenn Henry Karani morgens früh seine Tasche packt, muss er aufpassen, dass er seine Frau und die drei Kinder nicht aufweckt. Um kurz vor fünf zieht er leise die Tür der kleinen Metallhütte hinter sich zu und macht sich zu Fuß auf den Weg durch das Mathare-Tal, einen der zahlreichen Slums in Kenias Hauptstadt Nairobi.  / mehr...


 
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