15.10.2009

LegaKids.net zur Frankfurter Buchmesse: Mit Lesen fängt die Bildung an – ohne hört sie ganz schnell auf

LegaKids-Intitiative fordert mit dem „Recht auf Lesen“ für alle Kinder eine angemessene Förderung des Lesenlernens.

Etwa ein Fünftel aller Schulkinder in Deutschland hadert mit der Schriftsprache; viele sogar so sehr, dass ihnen für den Rest ihres Schul- und späteren Lebens die Lust auf Lesen und Lernen ganz abhanden kommt. Diese Kinder verlieren oftmals die Chance auf ein gleichberechtigtes Leben in einer Welt, die von Schriftlichem geprägt ist. Das betrifft insbesondere die Kinder, denen das Eintauchen in die Welt der Buchstaben nicht so leicht fällt. „Schlimme, demütigende Erfahrungen führen bei den betroffenen Kindern häufig auch zu Problemen im seelischen und organischen Bereich“, erläutert Dr. Britta Büchner, Lerntherapeutin und wissenschaftliche Leiterin des Online-Projekts LegaKids.net.
 
Maßgebliche Institutionen und Organisationen haben sich bereits der Initiative angeschlossen, um auf die bildungspolitischen und gesundheitlichen Folgen fehlender Lesekompetenz aufmerksam zu machen. Durch die Bündelung ihrer Kräfte wollen die Initiatoren Bund und Länder auf die Dringlichkeit einer konsequenten Leseförderung aufmerksam machen.

Vorgeschlagen werden auch mögliche Sofortmaßnahmen. Dazu gehört etwa die Ausbildung aller Grundschullehrkräfte in der Didaktik und zu möglichen Problemen im Prozess des Lesenlernens. Auch dürfe es nicht sein, dass Kinder erst als „gestört“, „seelisch oder geistig behindert“ oder „krank“ diagnostiziert werden müssen, um überhaupt Anspruch auf eine angemessene inner- oder außerschulische Förderung zu erhalten. Allen Kindern – egal in welchem Bundesland – muss und kann ein Zugang zu Schrift und Sprache ermöglicht werden. Denn eines ist klar: Ausreichende Lesefähigkeit ist ein wesentlicher Schlüssel zu selbstständiger Bildung.

Die Petition betont insbesondere auch den Stellenwert des Lesen- und Schreibenkönnens im Rahmen von Familie und Gesundheit: Wer sich aufgrund mangelnder Lesefähigkeit nicht angemessenes Wissen aneignen kann, kann sich auch nur eingeschränkt um die eigene und um die Gesundheit der Familie sorgen. Daher sei ein veränderter Umgang mit dem Erlernen der Schriftsprache in der Grundschule nötig. Statt der üblichen Unterrichtung, die von den Kindern den gleichen Wissensstand zur gleichen Zeit abverlangt, sollten individuelle Lernwege der Kinder zugelassen und unterstützt werden.

Unterstützter:

·Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern

·Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

·Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben

·Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.

·Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen e.V.

·Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

·Katholische Elternschaft Deutschlands

·Mildenberger Verlag

·KREISEL e.V.

·bbv- Dienstleister im Bildungsbereich

·Landesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen Bayern

·studienkreis

·und natürlich LegaKids.net.

Pressekontakt
Michael Kortländer
Bothmerstraße 20 80634 München
Tel. 089 – 130 136 00
E-Mail: E-Mail-Adresse

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