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Krisen und KonflikteLeider findet sich im Netz wenig Angebote, die weiterhelfen könnten, wenn es mal kriselt. Edda Heuer und Annegret Thieken beschreiben im Forum Geoökologie eine Entscheidungshilfe zum Promovieren; darin gibt es auch einen Abschnitt „Was tun, wenn's nicht weitergeht?“.
Wächst sich die Krise zum handfesten Problem mit Schreibblockade und Motivationsloch aus, sollte man sich nach Hilfe umsehen. An den Universitäten wendet man sich am besten an die Psychologische Studienberatung, die teilweise auch Beratungsangebote für DoktorandInnen bieten. Im Abschnitt zu Forschungssupervision und Coaching findet Ihr ein paar Hinweise zu Hilfsangeboten.
Wenn man allgemein etwas über die Gründe von Krisen und Konflikten, der daraus resultierende Promotionsdauer und einem möglichen Promotionsabbruch erfahren möchte, lohnt ein Blick in die DoktorandInnen-Befragungen und Studien über das Promovieren:
Aktuell ist die Studie des Promovierenden und Promovierten-Netzwerkes Thesis „Zur Situation Promovierender in Deutschland“. Im Sommer 2004 wurden dazu etwa 10.000 DoktorandInnen in Deutschland befragt und die Ergebnisse ausgewertet.
Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung hat 2003/2004 etwa 3000 Promovierende und 700 Professoren an bayerischen Hochschulen befragt. Die Ergebnisse sind (2005) erschienen.
Eine Befragung der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen an der TU Berlin aus dem Jahre 2002 drehte sich vor allem um eine Evaluation der Arbeitssituation der wissenschaftlichen MItarbeiterInnen und ihrer Möglichkeit zur Weiterqualifikation/ Promotion, eine Folgestudie entstand im Jahr 2007.
Am Wissenschaftszentrum Berlin wurden 2002 die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen über ihre Situation mit besonderer Berücksichtung der Vereinbarkeit von Projektmitarbeit und der eigenen Qualifizierung befragt. Die Ergebnisse sind in der Publikation von Silke Bothfeld und Martin Eisend veröffentlicht.
Die Studie von 2001 „Promovieren mit Stipendium“ ist eine Evaluation der Berliner Landesgraduiertenförderung (NaFög).
Im Sommer 2002 wurden an der Universität Bielefeld auf Initiative der Gleichstellungskommission der Fakultät für Soziologie die Promovierenden am Fachbereich und kürzlich Promovierte per Fragebogen nach ihrer Einschätzung der Promotionssituation befragt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Situation promovierender Frauen gelegt. Die Ergebnisse werden in dem Forschungsbericht von Dr. Gabriele Abels vorgestellt. (Kurzbericht)
An der Universität Marburg wurde im Sommer 1999 eine Befragung von ehemaligen und aktuellen Promovierenden durchgeführt. Es gibt einen Kurzbericht und die komplette Studie als Dokument.
Interessant ist sicher auch die Studie über das Aufschiebeverhalten (Prokrastination) von Studierenden, das sich leicht auf die Situation von DoktorandInnen übertragen lässt.
Edda Heuer, Annegret Thieken
// Promotion? - eine Entscheidungshilfe
duz (Thesis e.V.)
// Zur Situation Promovierender in Deutschland
Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung
// Promovieren an den Universitäten in Bayern (2006)
Silke Bothfeld, Martin Eisend
// Zwischen Effizienz und Selbstbestimmung - Promovieren im WZB (2002)
Martina Röbbecke, Dagmar Simon
// Promovieren mit Stipendium (2001)
Dr. Gabriele Abels
// Forschungsbericht
// Kurzbericht
Norbert Kersting (Universität Marburg)
// Promotionsstudium im Vergleich
// Kurzbericht
Inga Opitz & Julia Patzelt (Universität Münster)
// Zusammenfassung zweier Studien zu Prokrastination bei Studierenden