14.05.2008

Kindergarten kann Bildungsunterschiede ausgleichen

Im Kindergarten können Bildungsdefizite des Elternhauses ausgeglichen werden, das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Ein positiver Effekt sei aber nur zu erzielen, wenn die Kinder die Einrichtung dauerhaft und länger als ein Jahr besuchen.

Gerade Kinder aus bildungsfernen Familien profitierten vom frühen Kindergartenbesuch belegen die Autoren der DIW-Studie. Das Risiko, nicht wie vorgesehen eingeschult, sondern ein weiteres Jahr zurück gestellt zu werden, könne durch einen frühen Kindergartenbesuch fast vollständig ausgeglichen werden. Ähnliches gelte auch für Kinder aus Migrantenfamilien. Sprechen deren Eltern nur schlecht Deutsch, würden die Kinder überdurchschnittlich häufig zurückgestellt. Auch hier könne ein früher Kindergartenbesuch den verspäteten Start in die Schule verhindern.

Um mehr Kinder in den Genuss einer Kindergartenbetreuung kommen zu lassen, haben in den vergangenen Jahren mehrere Bundesländer die Gebühren im letzten Jahr gestrichen, so das Saarland, Berlin, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen. Dies reicht laut der DIW-Studie aber nicht aus, um Benachteiligungen auszugleichen. Das kostenlose letzte Kita-Jahr hält das DIW für "nicht effektiv".

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