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DESI-ErgebnisseDie Kultusministerkonferenz (KMK) wird am kommenden Freitag die Ergebnisse der Studie "Deutsch-Englisch-Schülerleistungen-International" (DESI) vorstellen. Überprüft wurden der Leistungsstand von Neuntklässlern in Englisch und die aktive Beherrschung der deutschen Sprache.
Im Schuljahr 2003/2004 wurde bundesweit an insgesamt 220 Schulen aller Schulformen die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen untersucht. Neben der reinen Leistungsstand-Messung sollen die Ergebnisse auch dazu dienen, "Erklärungsansätze für Unterschiede der Leistungsniveaus sowie Grundlagenwissen für bildungs- und schulpolitische Interventionsmaßnahmen, die Revision von Curricula, Lehrtexten und Unterrichtsmaterialien sowie für die Lehrerbildung zu erhalten", so die offizielle Ankündigung der KMK.
Mit der Untersuchung beauftragt war ein Konsortium unter Leitung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt. Dort wird der Forschungsauftrag wie folgt beschrieben:
"Das DIPF leitet und koordiniert ein wissenschaftliches Konsortium, das im Schuljahr 2003/2004 bundesweit an 220 Schulen die Entwicklung von sprachlichen Fähigkeiten untersucht hat. DESI ist die erste Schulleistungsstudie, bei der auf nationaler Ebene in Deutschland fachbezogene Tests entwickelt wurden, und sie untersuchte erstmals die rezeptiven und produktiven Kompetenzen im Deutschen wie im Englischen. Das DIPF ist für den Gesamtablauf verantwortlich, untersucht die Struktur der sprachlichen Fähigkeiten mit komplexen Auswertungsmethoden, bearbeitet verantwortlich den Bereich 'Interkulturelle Kompetenz' und ist für die Untersuchung von Schuleffekten sowie Sprachbewusstheit: Einstellung zur Sprache sowie die Rückmeldungen an die Schulen zuständig."
Nur in Maßen "international"
Bei DESI gibt es keinen Bundesländervergleich. Es handelt sich auch nicht um ein großes internationales Forschungsprojekt, obwohl die Studie das Wort "International" im Titel trägt. Gemeinsam mit den deutschen Neuntklässlern wurden lediglich auch Schülerinnen und Schüler aus Österreich und der Schweiz getestet. Im Konsortium arbeiten WissenschaftlerInnen aus diesen Ländern mit. Zudem orientieren sich die Testaufgaben für Englisch auch am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen Sprachen (GER).
Für die Diskussion um Bildungsstandards dürfte interessant sein, dass DESI für die Justierung von Standards in Deutsch und Englisch einen Referenzrahmen liefert, da sich die Untersuchung an den deutschen Curricula orientiert.
Auch wenn bei DESI keine ähnlich große öffentliche Aufregung wie bei PISA zu erwarten ist, gibt es dennoch wichtige und spannende Aspekte: