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19.10.2009

KMK: Leichte Kurskorrekturen bei Bachelor und Master

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Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat auf die massive Kritik an der Umsetzung der Bologna-Reform an Hochschulen in Deutschland zaghaft reagiert. Im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Kultusminister zumindest Vorschläge und Forderungen für Veränderungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen.

Nicht zuletzt der Bildungsstreik 2009, an dem sich im Sommer bundesweit zehntausende Schüler und Studenten beteiligt hatten, führte dazu, dass sich die Kultusminister nun noch einmal mit der Umsetzung der Bologna-Reformen beschäftigten und sich für Nachbesserungen aussprachen.

In ihrem Beschluss fordert die KMK die Hochschulen auf, Spielräume für längere Regelstudienzeiten beim Bachelorstudium auszuschöpfen. Studieninhalte und -programme sollen überprüft und überarbeitet werden. Die Zahl der Prüfungen soll reduziert, die Anerkennung von Leistungen verbessert werden, um Studierenden einen Wechsel des Studienortes zu erleichtern.

Die Kultusminister sprachen sich außerdem für einen Ausbau beim BAFöG und eine Stärkung der Studentenwerke aus.

Die GEW begrüßte die Tatsache, dass sich die KMK mit der massiven Kritik an der Umsetzung der Bologna-Reformen auseinandergesetzt hat, bemängelte aber, dass sie keine Konsequenzen für ihre eigene Politik gezogen habe, so GEW-Hochschulexperte Andreas Keller. "Den Worten müssen endlich Taten folgen – dazu muss auch die KMK einen Beitrag leisten“, so Keller.

Er forderte die KMK zu einer Überarbeitung ihrer "Ländergemeinsamen Strukturvorgaben“ für Bachelor- und Masterstudiengänge auf. Diese verlangten, dass für die Zulassung zu einem Masterstudium über den Bachelor-Abschluss hinaus "besondere Zulassungsvoraussetzungen“, z. B. eine besonders gute Note im Bachelor-Zeugnis, erfüllt werden müssen.

Keller bot ausdrücklich an, dass die GEW ihre Expertise und die Perspektiven ihrer Mitglieder in die nun aufgenommene Debatte um einen Kurswechsel im Bologna-Prozess einbringt. "Es ist zu begrüßen, dass die KMK jetzt den Dialog mit der beruflichen Praxis sucht. Neben den Arbeitgebern müssen aber auch die Gewerkschaften am Runden Tisch zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses Platz nehmen dürfen“, forderte der GEW-Hochschulexperte.

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