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Informationen

Im GEW-Konzept „Wissenschaft als Beruf“ soll die Promotion die erste Phase eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit sein. Materiell abgesichert wie andere HochschulabsolventInnen sollen die DoktorandInnen ihre Forschung auf der Basis von Arbeitsverträgen machen und zu einem Teil mit Lehraufgaben beauftragt werden.

Die GEW setzt sich für bessere Bedingungen für Promovierende und NachwuchswissenschaftlerInnen in Deutschland ein. Sie fordert eine sozial abgesicherte Promotionsphase auf Stellen. Promovierenden sollte mindestens drei Viertel der Arbeitszeit für eigenständige Qualifizierung eingeräumt werden. Altersgrenzen für den Zugang zur Promotion lehnt die GEW ab, eine sinnvolle Strukturierung der Promotion wird unterstützt. Die Promovierenden in der GEW sind in der bundesweiten GEW-Projektgruppe DoktorandInnen (ProG Dok) organisiert. DoktorandInnen und Promovierte mit unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen beschäftigen sich intensiv mit der Situation Promovierender in Deutschland. Mit Engagement und Kompetenz bringt sich die ProG Dok in Diskussionen ein, regt Debatten an oder erstellt Studien wie beispielsweise eine vergleichende Untersuchung zum Promovieren in Europa. Eines der neueren Ergebnisse der Arbeit der ProG Dok ist das Handbuch DoktorandInnen (2006), das aus der Sicht Promovierender vielfältige Informationen und Hilfestellung bietet.
Die ProG Dok bündelt aber nicht nur Informationen und trägt Materialien zusammen, sondern sie mischt sich aktiv in die Wissenschaftspolitik ein.

Um dauerhaft die Qualität des wissenschaftlichen Nachwuchses zu sichern und die deutschen Hochschulen in die Lage zu versetzen, den steigenden Bedarf an hochqualifizierten AkademikerInnen zu decken, ist eine Reform der Promotionsphase unverzichtbar. Ebenso macht die wachsende Nachfrage außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, des öffentlichen Dienstes und der freien Wirtschaft nach promovierten Arbeitskräften das Beschreiten neuer Wege auf dem Weg zum Doktorhut notwendig.
Der Paradigmenwechsel im Bereich der universitären Bildung hat bereits begonnen: Mit der Einführung der Juniorprofessuren und der damit erweiterten Möglichkeit, auch ohne Habilitation eine Professur zu erlangen, wird die Promotion zum entscheidenden Kriterium für die wissenschaftliche Laufbahn.
Die Frage nach der Attraktivität des „Arbeitsplatzes Hochschule“ in der zentralen Phase der wissenschaftlichen Qualifizierung darf nicht auf eine zukünftige Agenda vertagt werden: Es geht dabei schließlich auch um einen Schlüsselbereich nachhaltiger Wirtschaftspolitik.
Im Rahmen der Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Hochschul- und Forschungsraums (Bologna-Prozess) muss sich auch Deutschland positionieren. Vor dem Hintergrund dieser internationalen Zusammenhänge ist das Ziel der GEW, Rahmenbedingungen vor Ort zu schaffen, in denen es allen jungen WissenschaftlerInnen möglich ist, abgesichert in einem überschaubaren Zeitraum zu promovieren. Dazu braucht es angemessen vergütete universitäre Qualifikationsstellen mit fachlich optimaler Betreuung, disziplinadäquaten Arbeitsbedingungen und einem Zugang zu forschungsfördernder Infrastruktur.

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