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ILO

Die internationale Arbeitsorganisation mit Sitz in Genf legt weltweite Sozialstandards und Kernarbeitsnormen fest. Sie setzt sich für die Rechte von Arbeitnehmern und für das Verbot von Kinderarbeit ein.
 

Die 1919 gegründete Internationale Arbeitsorganisation (ILO) mit Sitz in Genf ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie verfügt über eine dreigliedrige Struktur, die im UN-System einzigartig ist: Die 181 Mitgliedsstaaten sind durch Repräsentanten der Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgeber in den Organen der ILO vertreten. Vier Grundprinzipien bestimmen Selbstverständnis und Handeln der ILO:


  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Beseitigung der Zwangsarbeit
  • Abschaffung der Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

Diese Grundprinzipien haben in acht Übereinkommen, die auch als Kernarbeitsnormen bezeichnet werden, ihre konkrete Ausgestaltung erfahren. Die vier Grundprinzipien beschränken sich allerdings nicht auf die acht Kernarbeitsnormen; als Handlungsmaximen durchziehen sie eine Vielzahl weiterer ILO-Übereinkommen und Empfehlungen.

Die Mitglieder Mitglieder müssen der ILO regelmäßig über die Umsetzung der von ihnen ratifizierten Übereinkommen sowie über den Stand ihrer nationalen Gesetzgebung zum Arbeitsrecht und den Arbeitsschutz Bericht erstatten. Die Internationale Arbeitskonferenz der ILO tritt einmal jährlich in Genf zusammen. Im höchsten Organ der ILO hat jeder Mitgliedstaat vier Delegierte, davon zwei Vertreter der Regierung und je einen Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen. Die deutschen Gewerkschaften sind hier durch den DGB vertreten.

Im Verwaltungsrat, der Exekutive der ILO, sitzen 56 Vertreter. Zehn der 28 Regierungssitze werden permanent durch Staaten „großer industrieller Bedeutung“ gehalten (Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Russland und USA), die übrigen 18 werden alle drei Jahre gewählt. Der Verwaltungrat trifft sich drei Mal jährlich.

Die ILO ist auch eine der Trägerorganisationen der 'Global Labour University', die in Deutschland, Südafrika, Brasilien und Indien Masterkurse für Gewerkschafter anbietet.


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