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/ 2007
Hartz IV wirft SchattenZu einem immer größeren Teil wird Forschung und Lehre an Hochschulen von nebenberuflich tätigen Wissenschaftlern geleistet, die als Lehrbeauftragte arbeiten. Die hierfür bezahlten Vergütungen liegen im Bereich des Stundenlohns ungelernter Arbeiter – allerdings je geleisteter Lehrveranstaltungsstunde: Vor- und Nachbereitungszeiten, die die Präsenzzeit im Hörsaal um ein Vielfaches übersteigen, werden nicht bezahlt. Nicht selten werden Lehraufträge unvergütet erbracht. Privatdozenten und außerplanmäßige Professoren sind sogar zur unentgeltlichen Lehre verpflichtet, um ihren Status an der Universität und ihre Chancen, auf eine Professur berufen zu werden, nicht zu verlieren. Schließlich wirft Hartz IV seine Schatten auch auf die Alma Mater: Wissenschaftler kommen bisweilen als Ein-Euro-Jobber zum Einsatz – diese Misere an den Hochschulen muss beendet werden (...).
Die GEW schlägt vor:
Andreas Keller,
Leiter des GEW-Organisationsbereichs Hochschule und Forschung
(E&W 4/2007)