In einem aktuellen Gutachten der Max-Traeger-Stiftung analysieren Barbara Dickhaus und Christoph Scherrer die potenziellen Auswirkungen von GATS und der EU-Dienstleistungsrichtlinie auf den deutschen Bildungssektor.
Die Bestrebungen zur Deregulierung und Liberalisierung des Bildungswesens im Rahmen der GATS-Verhandlungen und der EU-Dienstleistungsrichtlinie bergen die Gefahr, dass staatliche Handlungsfähigkeit Schritt für Schritt eingeschränkt wird. Wenn sich das Bildungswesen mehr an Kriterien von Handelsfreiheit orientiert, anstatt den Zielen Qualitätssicherung und Chancengleichheit zu dienen, wird die zentrale Bedeutung der Bildung für eine demokratische Gesellschaft mittel- und langfristig untergraben.
Diese Tendenzen werden eindruckvoll in der neuen Studie von Prof. Christoph Scherrer dargelegt, die er im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung der GEW erstellt hat.