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PM vom 15.06.2009Frankfurt am Main – Den Bildungsstreik 2009 der Schülerinnen, Schüler und Studierenden unterstützt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Zum Auftakt der Aktionswoche am Montag sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne: „Es ist höchste Zeit für eine Kehrtwende in der Bildungspolitik. Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen sind chronisch unterfinanziert. Während über Nacht hunderte Milliarden Euro für die Rettung der Banken und der Automobilindustrie bereit gestellt werden, tun sich Bund und Länder schwer, wenn es um die dringend erforderlichen Zukunftsinvestitionen in die Bildung geht.“
Junge Menschen würden durch Chancenungleichheit sowie fehlende Ausbildungs- und Studienplätze ihrer Zukunftschancen beraubt. Jeder zehnte Jugendliche verlasse die Schule ohne Abschluss, einer von drei jungen Menschen mit Migrationshintergrund bekomme keinen Ausbildungsplatz. Kinder aus bildungsfernen und einkommensarmen Familien seien an den Hochschulen deutlich unterrepräsentiert. „Die GEW fordert eine drastische Verbesserung der Finanzierung aller Bildungseinrichtungen – nicht trotz, sondern wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise: Investitionen in die Bildung und die Zukunftschancen junger Menschen sind das beste Konjunkturprogramm“, unterstrich Thöne. Er appellierte an die Hochschulen und Schulen, gegenüber den streikenden Schülern und Studierenden mit Augenmaß zu reagieren.