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23.04.2005

GEW schlägt „Masterplan Bildung“ bis 2015 vor

„Schluss mit den Sonntagsreden“

Pressemitteilung Nr. I

Auftakt zum 25. Gewerkschaftstag der GEW

GEW schlägt „Masterplan Bildung“ bis 2015 vor

„Schluss mit den Sonntagsreden“

Erfurt – Einen „Masterplan Bildung“, der bis zum Jahr 2015 verbindlich umgesetzt sein soll, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) heute in Erfurt vorgeschlagen. „Bildung ist endlich wieder ein Topthema. Doch zwischen den Sonntagsreden der Politiker und ihrem Handeln klafft eine große Lücke“, sagte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange zur Eröffnung des 25. Gewerkschaftstages der Bildungsgewerkschaft. „Uns läuft die Zeit für Bildungsreformen davon. Wir brauchen klar definierte, verbindliche Ziele und einen bundesweiten Plan, der mit konkreten Zeitvorgaben Schritt für Schritt abgearbeitet werden kann.“

„In zehn Jahren sollen alle Kinder und Jugendlichen die Schule bis zur 10. Klasse gemeinsam besuchen“, sagte Stange. Als weitere Ziele benannte sie beispielsweise, gebührenfreie KiTa-Plätze für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr zu schaffen und die Quote der Abiturienten auf 60 Prozent eines Jahrgangs zu erhöhen. Dies entspreche dem aktuellen OECD-Schnitt. Zur Finanzierung der Vorhaben machte sie sich für eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen stark. „Bildungsinvestitionen sichern die Zukunft unseres Landes und ermöglichen den Menschen die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Wenn wir uns weiter wie bisher kaputt sparen, verlieren wir international endgültig den Anschluss“, unterstrich die GEW-Vorsitzende. „So lange der Bau von Brücken wichtiger als der Bau von Kindertagesstätten ist, stimmt in unserem Lande etwas nicht.“

Stange machte deutlich, dass die Lehrenden in KiTas, Schulen, Hochschulen und der Weiterbildung bei allen Reformen aktiv einbezogen und unterstützt werden müssten. „Qualitativ gute Bildung in öffentlicher Verantwortung für alle Menschen und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen sind zwei Seiten einer Medaille“, betonte die GEW-Chefin.

GEW-Pressesprecher Ulf Rödde

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