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PM vom 10.09.2008Berlin / Frankfurt a.M. - Eine „fremdenfreundliche Einwanderungspolitik für Deutschland“ hat die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marianne Demmer, gefordert. Angesichts des heute von der OECD vorgelegten Internationalen Migrationsausblicks 2008 sei klar, dass die „unterkühlte und mit Ängsten besetzte Migrationspolitik der Bundesregierung“ Deutschland beim Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte erheblich ins Hintertreffen gebracht hat. Während andere Länder deutlich zugelegt haben, sei in Deutschland bei der Zuwanderung ein Rückgang von elf Prozent zu verzeichnen.
Demmer forderte deshalb deutliche Signale und erhebliche Anstrengungen, um der in Deutschland lebenden Migrationsbevölkerung das Gefühl zu vermitteln, dass sie willkommen sei. Das werde auch international ausstrahlen. „Für mich sind die doppelte Staatsangehörigkeit und die unbürokratische Anerkennung im Ausland erworbener Schulabschlüsse und Diplome zum Beispiel längst überfälligen Signale“, sagte die GEW-Vize. Zudem sei es an der Zeit, in Deutschland lebende Menschen ohne Papiere zu „legalisieren“ und ihnen sowie Flüchtlingen mit begrenztem Aufenthaltsstatus die Einbürgerung anzubieten. „Fremdenangst ist in einer globalisierten Welt ein schlechter Ratgeber“, betonte Demmer.
Die GEW setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Benachteiligung der Migranten durch das Schul- und Ausbildungssystem überwunden wird.