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05.03.2008

GEW: „Wir wollen mehr Geld - Erzieherinnen lassen sich nicht mit Sonntagsreden abspeisen“

Bildungsgewerkschaft ruft in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland zu Warnstreiks auf

Frankfurt a.M. – „Erzieherinnen und Erzieher lassen sich nicht länger mit Sonntagsreden über ‚die große Bedeutung frühkindlicher Bildung’ abspeisen. Nach Jahren ohne Lohnerhöhung wollen sie endlich auch in ihrem Geldbeutel spüren, dass ihre Arbeit wertvoll ist“, sagte Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die heutigen Warnstreiks in Deutschland. „Das Arbeitgeberangebot ist eine Mogelpackung: Die Beschäftigten sollen eine bescheidene Lohnerhöhung durch verlängerte Arbeitszeiten selbst finanzieren. Das lassen sie sich nicht gefallen.“ Sie machte noch einmal deutlich, dass die GEW und die anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes an ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat festhielten. „Nach vier Verhandlungsrunden wird es Zeit, dass sich die Arbeitgeber endlich bewegen“, betonte Schaad.
Die GEW ruft ihre Mitglieder in kommunalen Kitas und anderen pädagogischen Einrichtungen auf, sich an den Warnstreiks der kommunalen Beschäftigten zu beteiligen. Schaad stellte fest, dass der Schwerpunkt der Warnstreikaktivitäten einen Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde mit Bund und kommunalen Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland liege. Schon in der vergangenen Streikrunde vor zwei Wochen hätten die Erzieherinnen und Erzieher gezeigt, dass sie kampfbereit sind. Bei den gestrigen Warnstreiks in den nördlichen und östlichen Bundesländern seien die Teilnehmerzahlen noch einmal deutlich höher als vor zwei Wochen gewesen.
Info: Der Schwerpunkt der GEW-Aktivitäten liegt heute in Rheinland-Pfalz mit Kundgebungen unter anderem in Kaiserslautern (ab 8.30 Uhr), Ludwigshafen (ab 9 Uhr), Koblenz (ab 10 Uhr), Trier (ab 10 Uhr) und Mainz (ab 13 Uhr).

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