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PM vom 22.02.2011Frankfurt am Main – Als deutlichen Warnschuss in Richtung Potsdam wertet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Beteiligung von über 3.000 angestellten Lehrerinnen und Lehrern an den heutigen Warnstreiks. Das sind fünfzig Prozent mehr als bei den letzten Warnstreiks im Mai 2010.
In Potsdam treffen sich am Donnerstag und Freitag die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und dbb Tarifunion mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur nächsten Verhandlungsrunde. Neben einer Gehaltserhöhung geht es um den Abschluss einer Entgeltordnung, die erstmals auch die Eingruppierung der Lehrkräfte tarifvertraglich regelt.
Die Warnstreiks konzentrierten sich auf 16 Streikstandorte: Aachen, Bielefeld, Bonn, Dorsten, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Minden, Münster, Siegen, Soest, Unna und Wuppertal. Dort haben sich streikende Lehrkräfte von verschiedenen Schulen der jeweiligen Städte zu Kundgebungen und phantasievollen Protestaktionen versammelt.
In Köln sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad vor 400 Kolleginnen und Kollegen: „Seit 2006, noch einmal 2009 bekräftigt, gibt es die Zusage, über die Eingruppierung von Lehrkräften zu verhandeln. Jetzt sagen die Arbeitgeber: Verhandlungen hätten sie zwar zugesagt, aber nie im Leben einen Abschluss eines Tarifvertrages. Solche Verhandlungspartner verstehen nur eine Sprache: Streik!“