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PM vom 28.10.2008Frankfurt – „Die Geschäftsleitung des Goethe-Instituts ist gut beraten, das im öffentlichen Dienst im März erzielte Tarifergebnis endlich zu übernehmen und ihre Erpressungsversuche einzustellen. Die Gehaltserhöhung für die Beschäftigten muss ohne ‚Wenn und Aber’ übernommen werden, sonst kann sich die Geschäftsleitung für eine harte Tarifauseinandersetzung schon einmal warm anziehen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Goethe-Instituts sind zu weiteren Aktionen bereit“, sagte Ilse Schaad, Tarifexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Dienstag in Frankfurt am Main. Zur Zeit laufen zwischen GEW und Goethe-Institut die Verhandlungen, um das Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst für die Goethe-Beschäftigten zu übernehmen.
Im Zuge der heutigen Tarifverhandlungen hat die Arbeitgeberseite zwar die Übernahme der Tariferhöhung für 2008 und 2009 angekündigt, dies aber mit der Forderung nach einer Arbeitszeitverlängerung von 16,6 Prozent verbunden. Deshalb protestierten am Rande der Verhandlungen Beschäftigte der Goethe-Institute vor der Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Sie standen stellvertretend für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Goethe-Institute in Deutschland. Die Beschäftigten machten deutlich: „Wir lassen uns nicht erpressen!“
Genau dies sei im so genannten „ Eigenmittelbereich“ des Goethe-Instituts geplant, sagte Schaad. „Das wäre ein Gehaltsverlust von mehr als zehn Prozent!“, stellte Schaad fest. „Eine tarifliche Regelung, nach der eine Gehalterhöhung durch eine derart drastische Arbeitszeitverlängerung bezahlt wird, ist absolut inakzeptabel. Um diese Provokation der Geschäftsleitung abzuwehren, ist sich die GEW der Solidarität aller im DGB organisierten Gewerkschaften sicher.“
Nach der Protestkundgebung sind die Tarifverhandlungen fortgesetzt worden.