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07.11.2011

GEW: „Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung einlösen“

Bildungsgewerkschaft zum Ausbau des Angebots an Krippenplätzen

Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Bund, Länder und Gemeinden auf, den Krippenausbau unverzüglich gemeinsam voranzubringen. „Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, steht nicht zur Disposition. Bund, Länder und Kommunen müssen aufhören, Zeit zu vergeuden und sich wechselseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben. Jetzt müssen alle an einen Tisch. Vor allem die Länder müssen ihrer klaren und eindeutigen Verpflichtung nachkommen, die Bundesmittel unverzüglich an die Kommunen weiterzugeben und die zugesagte ergänzende Finanzierung sicherzustellen, erklärte Norbert Hocke, im GEW-Vorstand verantwortlich für Jugendhilfe und Sozialarbeit. Statt Milliarden für das unsinnige Betreuungsgeld zu verschleudern, muss der Bund dieses Geld für den Krippenausbau zusätzlich bereitstellen. So kann der Finanzierungsstau ganz schnell aufgelöst werden." Hocke betonte, es gehe um weit mehr als Betreuung: „Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen. Wer Kinder von den Einrichtungen fern hält, enthält ihnen Bildung vor.“ Die GEW fordere einen neuen Krippengipfel und verbindliche Verfahren, um den Krippenausbau voranzubringen. Der Vorlauf sei lang genug gewesen. Jetzt müsse gehandelt werden. Eine Clearingstelle könne helfen, Probleme bei der Umsetzung schnell und unbürokratisch zu bewältigen.

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