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PM vom 31.10.2007Frankfurt a. M./Berlin – Als „bildungspolitische Fehlentwicklung“ bezeichnete die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Meldungen, nach denen das sog. Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder im Alter von ein bis drei Jahren nicht in eine Kita geben, jetzt doch kommen soll.
„Das ist im Grunde eine Prämie für Bildungsschwänzer. Es ist ein falsches Signal, dass Eltern, die ihre Kinder nicht in einer Bildungseinrichtung betreuen lassen, dafür auch noch belohnt werden“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Mittwoch in Frankfurt a.M.. „Gerade den Kindern, die eine möglichst frühe Förderung und Unterstützung brauchen, wird eine wichtige Chance genommen.
Das Betreuungsgeld behindert die Integration von Migrantenkindern und den Einstieg in die ‚Bildung von Anfang an’ für alle. Diese Entwicklung belegt eine soeben in Norwegen veröffentlichte Studie. Offenbar ist Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) wider besseren Wissens jetzt auf Druck der CSU umgefallen. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages ist jetzt gefordert, allen Kindern den Zugang zur Bildungseinrichtung Kita zu öffnen.“