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PM vom 18.02.2011Frankfurt a.M. - Die GEW kündigt weitere Warnstreiks an Schulen verschiedener Bundesländer in der kommenden Woche an. Schwerpunkt der Aktionen wird Nordrhein-Westfalen sein. GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad erklärte: „Einen Abschluss, der über die Interessen der Lehrkräfte hinweggeht, wird es nicht geben.“ Sie setzt darauf, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder in der nächsten Runde am 24. und 25. Februar ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. „Wenn nicht, werden wir eine Schippe drauflegen müssen“, so die Tarifexpertin.
Schaad, selbst Lehrerin, betonte, dass die GEW die Interessen der Schülerinnen und Schüler nicht aus den Augen verlieren wird. Zurzeit soll es nur zeitlich und örtlich begrenzte Warnstreiks geben. Schaad appellierte an die Arbeitgeber, die Signale aus dem Bildungsbereich ernst zu nehmen.
In der vergangenen Woche hatten sich an vielen Orten Baden-Württembergs und Niedersachsens über 1.500 Lehrkräfte und andere pädagogische Beschäftigte an Streiks und Kundgebungen beteiligt. In Magdeburg zog ein 100 Fahrzeuge langer Autokorso durch die Innenstadt. Detaillierte Berichte über das regionale Streikgeschehen finden sich unter: www.gew-tarifrunde.de.
Aktuelle Aktions- und Streiktermine unter: www.gew-tarifrunde.de/Aktions-_und_Streikkalender.html.
Info: Von den 700.000 Tarifbeschäftigten der Bundesländer arbeiten 200.000 an Schulen und knapp 100.000 an Hochschulen. Von den rund 1,2 Millionen Landesbeamten ist sogar jede/r zweite eine Lehrerin/ein Lehrer. Die GEW fordert neben einer Anhebung der Tabellenentgelte den Abschluss einer Entgeltordnung, in der erstmals auch für angestellte Lehrkräfte die Zuordnung der Tätigkeiten zu den Entgeltgruppen tarifvertraglich geregelt wird.