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News vom 25.06.2007Frankfurt a.M./München – „Offenbar soll die Zentrale der Goethe-Institute in München zerschlagen werden. Wenn sich die Geschäftsleitung mit ihren Plänen durchsetzt, 30 Prozent der Stellen zu streichen, ist die Funktionsfähigkeit der Einrichtung nicht mehr gewährleistet“, sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag mit Blick auf die Präsidiumssitzung des Goethe-Instituts am Donnerstag. Beispielsweise würde die Filmförderung künftig drastisch beschnitten, die Auslandsinstitute könnten kaum mehr mit Medien und Infomaterialien über die Bundesrepublik durch die Münchener Zentrale versorgt werden, begründete Thöne seine Kritik. Er hob den hohen Stellenwert der Kultur- und Bildungsarbeit hervor, die die Goethe-Institute in der Vergangenheit geleistet haben.
„Die GEW schlägt eine Machbarkeitsstudie vor, um den Bestand des Goethe-Instituts zu sichern“, sagte Thöne. „Die Geschäftsleitung muss endlich ein richtungsweisendes Konzept vorlegen und vernünftige Umsetzungsschritte definieren. Das kann aber nur in Kooperation mit den Beschäftigten und nicht – wie bisher – gegen diese geschehen.“ Seit 15 Jahren werde das Goethe-Institut „umstrukturiert“. Ein Ende sei immer noch nicht abzusehen. Die Leidtragenden seien die Beschäftigten, die Qualität des Angebots verschlechtere sich. Der Versuch, Aufgaben ohne stimmiges Personalkonzept zu verlagern, werde fehlschlagen. Dies führe lediglich zu Verunsicherung und Unruhe unter den Beschäftigten. „Die Strategie, die Baustellen mit externen Beratern in den Griff zu bekommen, hat bisher nur neue Baustellen aufgerissen“, unterstrich der GEW-Vorsitzende.
Er kritisierte scharf, dass die Geschäftsleitung versuche, Beteiligungsrechte des Betriebsrats zu umgehen und auszuhebeln: „Wer sich auf zu neuen Ufern machen will, muss für Transparenz sorgen und die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen.“
Info: In der Münchener Goethe-Zentrale sollen 93 von 300 Stellen abgebaut und Aufgaben ins Ausland verlagert werden.