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News vom 15.06.2007Frankfurt a.M./Berlin - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt das Anliegen der Kultusministerkonferenz (KMK), die Themen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Globales Lernen in der Schule“ auf die Tagesordnung zu setzen, grundsätzlich. „Eine globale Perspektive für die Bildung ist in unserer globalisierten Welt längst überfällig. Vor dem Hintergrund weltweiter Entwicklungen, Herausforderungen und Gefahren, die durch Armut, Umweltprobleme und einen ungezügelten Kapitalismus drohen, spielen die Vorgaben des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung eine besonders wichtige Rolle“, sagte Marianne Demmer, für Schule verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied am Freitag in Frankfurt a.M.. „Jetzt muss die KMK zeigen, wie ernst sie ihr eigenes Anliegen nimmt. Die bisherigen Erfahrungen stimmen leider nicht sehr optimistisch.“
„Die GEW erwartet eine klare Aussage der KMK bzw. der verantwortlichen Minister in den Bundesländern, wie die gemeinsame Erklärung und der Orientierungsrahmen „Globales Lernen in der Schule“ Eingang in die Praxis finden. Es ist nicht akzeptabel, wenn die Schulen bei der Umsetzung nicht die notwendige Unterstützung bekommen“, betonte Demmer.
Sie empfahl für die Umsetzung auf Länderebene Lehrstühle für „Globales Lernen“ einzurichten, die Lehrerfortbildung durch Freistellung und ausreichende Finanzmittel gezielt zu fördern, Kooperationen zwischen Nichtregierungsorganisationen und Schulen sowie lokalen Aktivitäten und Netzwerken zu unterstützen und entwicklungspolitische Bildungstage zu veranstalten.
Demmer schlug vor, unter anderem Themen wie ‚eine Schule für alle Kinder’, Globalisierung gerecht gestalten, Erhalt der natürlichen Ressourcen, kulturelle Vielfalt schützen und interkulturelle Verständigung fördern sowie Frieden sichern und Konflikte gewaltfrei bearbeiten oder Armut bekämpfen zu bearbeiten. Sie wies darauf hin, dass „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Globales Lernen“ aber nicht nur eine Frage der Lerninhalte und Methoden sei. Das gesamte Lernumfeld, die Organisationsformen und die räumliche Gestaltung müssten Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützen. „Wer glaubhaft handeln will, darf nicht in Schulen mit schlechter Energiebilanz unterrichten lassen oder die Ellenbogenmentalität unter den Schülern durch ein selektives Schulsystem fördern“, unterstrich Demmer.
Info: Im Rahmen der 318. KMK-Plenarsitzung haben die Kultusminister mit dem Präsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission, Walter Hirche, gemeinsam die Empfehlung „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“ verabschiedet. Mit der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), hat sich die KMK auf einen gemeinsam erarbeiteten „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ verständigt.
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