/ Presse
/ Presse-Serviceseite
/ Archiv der Pressemitteilungen
/ 2011
/ Februar
PM vom 15.02.2011Frankfurt a.M. - Mit einem Autokorso durch Magdeburg wollen die Tarifbeschäftigten des Landes Sachsen-Anhalt heute ihren Forderungen nach besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst Nachdruck verleihen. Die Aktionen stehen unter dem Motto: „Bildung ist MehrWert – gute Bildung braucht gute (Arbeits)Bedingungen!“
In Baden-Württemberg hat die GEW die angestellten Lehrkräfte in verschiedenen Regionen zum Warnstreik aufgerufen. Schwerpunkt der heutigen Aktionen ist die Region Südbaden. Am Nachmittag finden Kundgebungen in Schondorf und Tübingen statt. Weitere Warnstreiks gibt es in Lahr und Freiburg.
Die GEW setzt nach dem Verhandlungsauftakt in der Tarifrunde 2011 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), bei dem die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt haben, auf eine Strategie der Nadelstiche.
Bereits am Montag beteiligten sich in Niedersachsen 450 Beschäftigte aus 30 Schulen an Warnstreiks und kamen am Nachmittag zu einer Kundgebung in Hannover zusammen. Dort erklärte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad: „Seit fünf Jahren - seit Einführung des TV-L - steht die Zusage der Arbeitgeber, mit der GEW eine Entgeltordnung für Lehrkräfte zu vereinbaren. Seit fünf Jahren wird die GEW von den Ländern in den Verhandlungen hingehalten mit dem Argument, man habe nur vereinbart zu verhandeln. Vom Abschluss eines Tarifvertrages sei nie die Rede gewesen. Diese Blockade verstößt gegen Treu und Glauben – sie wird erst enden, wenn die angestellten Lehrkräfte in allen Bundesländern zeigen, dass ihre Geduld zu Ende ist."
Gestreikt wurde auch in der Region Mannheim und Rhein-Neckar in Baden Württemberg. Dort beteiligten sich etwa 200 Beschäftigte. An der Heimsonderschule Ilvesheim versammelten sich 130 Kolleginnen und Kollegen bei einer Streikkundgebung. Weitere Protestmaßnahmen gab es in Bremen.