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PM vom 12.05.2011Frankfurt a.M./Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund, Länder und Kommunen gemahnt, mehr Geld in die Weiterbildung zu investieren. „Trotz aller Sonntagsreden, in denen die hohe Bedeutung der Weiterbildung als vierte Säule des Bildungssystems betont wird, sind die Mittel in den vergangenen Jahren in den meisten Bundesländern gekürzt worden. Wir wünschen uns den Deutschen Volkshochschulverband (DVV) mit seinen über 1000 Bildungsstätten als Mitstreiter, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Lehrkräfte in der Weiterbildung zu verbessern“, sagte Stephanie Odenwald, Leiterin der GEW-Vorstandsbereichs Berufliche Bildung/Weiterbildung, am Donnerstag mit Blick auf den 13. Deutschen Volkshochschultag, der heute in Berlin beginnt.
Sie unterstrich: „Mit Menschen, die unter prekären Beschäftigungsbedingungen arbeiten müssen, lässt sich die ‚Bildungsrepublik Deutschland’ nicht gestalten. Die teils skandalösen Arbeitsverhältnisse in der Weiterbildung müssen beendet werden. Es ist unerträglich, dass Beschäftigte in der Weiterbildung als billige Tagelöhner arbeiten müssen – auch und besonders in öffentlich geförderten Maßnahmen wie den Integrationskursen und öffentlichen Einrichtungen.“ Schlechte Bezahlung, fehlende soziale Absicherung und mangelnde berufliche Perspektiven kennzeichneten den Arbeitsplatz Weiterbildung.
Die GEW-Expertin wies darauf hin, dass „auch Volkshochschulen (VHSn) kein Ort der Glückseligkeit“ seien: „Die Volkshochschulen sind nicht ausreichend finanziert, auch hier gibt es viele prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Länder und Kommunen müssen endlich ihrer öffentlichen Verantwortung gerecht werden und für eine gute personelle und materielle Ausstattung der VHSn sorgen“, betonte Odenwald. Die Unterfinanzierung der Weiterbildung führe zudem dazu, dass immer mehr Menschen von den Weiterbildungsangeboten ausgegrenzt werden. Das Motto des Volkshochschultages „Weiterbildung für Alle“ habe nur Realisierungschancen, wenn die Hürden für Weiterbildung abgeräumt werden. Nötig seien wohnortnahe Angebote, die für alle erschwinglich sind sowie die Bedürfnisse und Interessen der Menschen treffen.