14.06.2007

GEW: „Bestenfalls erster Schritt für mehr Studienplätze – Hochschulpakt II notwendig“

Bildungsgewerkschaft zur Unterzeichnung des Hochschulpaktes

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die heutige Unterzeichnung des Hochschulpaktes als „bestenfalls einen ersten Schritt“, dem steigenden Bedarf an Studienplätzen gerecht zu werden, bezeichnet. „Jetzt müssen sich Bund und Länder schleunigst wieder an einen Tisch setzen und über einen Hochschulpakt II verhandeln“, sagte Andreas Keller, für Hochschule und Forschung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, am Donnerstag in Frankfurt a.M.. „Der Hochschulpakt ist sträflich unterfinanziert und mit Risiken behaftet: Vor 20 Jahren haben wir schon einmal schlechte Erfahrungen mit dem Versuch gemacht, den Studierendenberg zu untertunneln. Wir brauchen mehr und gut qualifizierte Akademiker, um international nicht den Anschluss zu verlieren. Hochschulabsolventen auf Leichtmatrosen-Niveau helfen nicht weiter.“

„Bis 2020 brauchen die Hochschulen jährlich rund 2,3 Milliarden Euro mehr Geld. Diese Mittel müssen jetzt in einem gemeinsamen zweiten Kraftakt zusammengetragen werden“, betonte Keller.
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte einen Anstieg der Studierendenzahlen um rund ein Drittel bis 2014 auf rund 2,7 Millionen prognostiziert.

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