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23.08.2011

GEW: „Basis offenbar weiter als konservativer CDU-Parteiflügel“

Gewerkschaft zum Auftakt der regionalen Bildungskonferenzen der Christdemokraten: „Eine Schule für alle Kinder“ steht auf der Tagesordnung

Frankfurt a.M./Hamburg – „Offenbar ist die Basis der CDU weiter als der konservative Parteiflügel in Hessen und Baden-Württemberg“, sagte Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die erste bildungspolitische Regionalkonferenz der Christdemokraten, die gestern Abend in Hamburg stattgefunden hat. Während des Treffens hatte es kaum Gegenwehr gegen das gut 40-seitige Bildungspapier der Bundes-CDU gegeben, das im November auf dem Parteitag verabschiedet werden soll.

Demmer machte deutlich, dass die CDU trotzdem weit davon entfernt sei, „endlich in der Gegenwart anzukommen“. „Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) musste in den letzten Wochen schon mächtig zurückrudern. Ursprünglich hatte sie sich für ein Zwei-Wege-Modell aus Gymnasien und Oberschulen stark gemacht und wollte integrierte Schulsysteme respektieren. Davon ist jetzt nur noch eingeschränkt die Rede: Um die gesamte CDU einzufangen, hat sie den Weg des ‚anything goes’ eingeschlagen und auch Haupt- und Realschulen wieder ins Repertoire aufgenommen. Dieser parteitaktische Schmusekurs geht jedoch an der gesellschaftlichen Realität vorbei. Die Unüberschaubarkeit verschiedenster Schularten nimmt chaotische Züge an. Die Mobilität von Familien wird noch weiter eingeschränkt“, betonte Demmer. „Auf die Tagesordnung gehören vielmehr ‚eine Schule für alle Kinder’ und der Umbau zu einem inklusiven Schulsystem.“ Die GEW-Sprecherin unterstrich, dass sich die Eltern mehrheitlich für ein inklusives Schulwesen aussprächen. Die bestmögliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler in einem inklusiven Ganztagssystem sei aus „gesellschaftlichen, familienpolitischen und pädagogischen Gründen das Gebot der Stunde“.

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