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29.02.2008

GEW: „Ausbildungsplätze für alle jungen Menschen!“

Tagung „Perspektiven einer beruflichen Bildung für alle – im europäischen Bildungsraum“

Hamburg – Ausbildungsplätze für alle jungen Menschen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert. „In Deutschland sind nur Notprogramme angesagt, statt ergänzend zum dualen System ausreichend zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Gerade ist das Gesetz über den Ausbildungsplatzbonus verabschiedet und damit wieder einmal die Gelegenheit vertan worden, grundlegend bessere Ausbildungsstrukturen zu schaffen“, sagte Stephanie Odenwald, Expertin für berufliche Bildung und Weiterbildung beim GEW-Hauptvorstand, während der Tagung „Perspektiven einer beruflichen Bildung für alle – im europäischen Bildungsraum“ der Bildungsgewerkschaft in Hamburg. „Das Beispiel Österreich zeigt, dass es möglich ist, allen lehrstellensuchenden Jugendlichen eine berufliche Ausbildung zu garantieren - entweder als betriebliches Ausbildungsverhältnis oder in berufsbildenden Schulen.“

„Nach wie vor haben 15 Prozent der jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren keine berufliche Ausbildung“, ergänzte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne. Er wies darauf hin, dass dem Bundestag in den nächsten Wochen eine Petition übergeben wird, in der 60 000 Menschen die Verankerung des Rechts auf Ausbildung im Grundgesetz verlangen. Thöne kündigte an, dass die Initiative von DGB und GEW „Ausbildung für alle“ 2008 fortgesetzt werde.

Info:
Mit der Tagung will die GEW den Wert des europäischen Dialogs für die aktuellen Herausforderungen in der beruflichen Bildung betonen. Der Kongress ist Teil eines EU-Projektes, an dem unter anderem die polnische Lehrergewerkschaft ZNP und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) beteiligt sind.

Am Samstag werden die Tagungs-Teilnehmerinnen und Teilnehmer die „Hamburger Erklärung“ verabschieden, in der konkrete Forderungen für die Zukunft der beruflichen Bildung formuliert sind.

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